10
Nov
2010

Sicherheitsbedenken und akute Versorgungs-Unzuverlässigkeiten

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Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat in jüngster Zeit mehrere Patienten-Anträge auf Eigen(bedarfs)anbau von Cannabis abgelehnt. Einem Aktenvermerk in der Sache Michael Fischer zufolge kann davon ausgegangen werden, dass das Deutsche Bundesministerium für Gesundheit (BMG) als direkter Weisungsgeber diese Ablehnungen zu verantworten hat. Auch die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Mechthild Dyckmans, FDP, warnt bekanntlich vehement vor jeglichem Eigen(bedarfs)anbau, ohne aber dabei schwer bedürftige Schmerzpatienten von zu schützenden Jugendlichen zu unterscheiden.

Es herrscht Gewissheit darüber, dass die Regierungskoalition aus CDU, CSU und FDP nicht nur mit narzisstischer Ignoranz und beflissenem Pharma-Lobbying protzen, sondern auch mit offen zur Schau getragener Arroganz gegenüber schwerstkranken Mitbürgern… – welchen sie die sichere Selbstversorgung mit Cannabis mit unsäglichen Hinhalte-Schikanen vereiteln, verlängern, verteuern, oder gar unmöglich machen.

Während Frau Dyckmans – etwa unter Abgeordnetenwatch ( http://www.abgeordnetenwatch.de/mechthild_dyckmans-575-37544.html#questions) - ihre negative Haltung in erster Linie damit begründet, dass im "Heim-Anbau" keine Standardisierung gemäß Arzneimittel-Zulassungsrecht möglich sei, (hier werden mögliche Nebenwirkungen als "gesundheitliche Gefahren" hingestellt), argumentiert das BfArM/BMG auch mit Zweifeln an der Sicherung des Krautes gegen unbefugte Wegnahme:

Auszug aus einer Eigenanbau-Ablehnung:

Dieser Art des beantragten Betäubungsmittelverkehrs (Anbau in einer Privatwohnung zu medizinischen Zwecken) stehen im konkreten Einzelfall zwingende Versagungsgründe des § 5 Absatz 1 BtMG entgegen, die auch mittels Nebenbestimmungen nach § 9 Absatz 2 BtMG nicht überwunden werden können.

a.) Nach § 5 Absatz 1 Nummern 4 und 5 BtMG ist die Erlaubnis nach § 3 BtMG zu versagen, wenn die Sicherheit oder Kontrolle des Betäubungsmittelverkehrs nicht gewährleistet ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn geeignete Räume, Einrichtungen und Sicherungen für die Teilnahme am Betäubungsmittelverkehr nicht vorhanden sind (§ 5 Absatz 1 Nummer 4 BtMG).

 

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27
Aug
2010

Über das regierungsamtliche Cannabis-Märchen


Etwa Mitte August 2010:

Einige deutsche Zeitungen – darunter die Süddeutsche – verkünden die vermeintlich überraschende Nachricht der Koalition, Cannabis werde als Medikament zugelassen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/cannabis-medikamente-drogen-auf-rezept-1.988986

Indes suggerierten diese Presse-Artikel den interessierten Lesern die humane Botschaft, dies sei ein bedeutender Fortschritt in der Behandlung von Schwerstkranken.

Ein Meilenstein in der deutschen Gesundheitspolitik schien passiert, endlich sollen Patienten den Wirkstoff zugebilligt bekommen, der ihnen nachweislich hilft, ihr immenses Leid besser zu ertragen.

Den gleichen Wirkstoff nämlich, dem beinahe ein Jahrhundert lang die Absprache jeglicher medizinischer Wirksamkeit sowie die diffamierende Reduzierung zur bloßen Rauschdroge zum Verhängnis wurde.

Also endlich eine positive Nachricht zur ansonsten so sehr schwächelnden Gesundheitspolitik…?

Mitnichten, denn bereits im August 2007 war u.a. im STERN zu lesen, dass es nun möglich sei, Cannabis aus der Apotheke zu beziehen. Einer an Multiple Sklerose erkrankten Frau aus Baden-Württemberg sei eine entsprechende Genehmigung vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) erteilt worden. Die Patientin erhalte einen aus Cannabis erzeugten Extrakt.

http://www.stern.de/gesundheit/gesundheitsnews/multiple-sklerose-patientin-cannabis-aus-der-apotheke-595792.html

Inzwischen aber dürfte allen intensiv mit dem Sachthema befassten Personen klar sein, dass diese vermeintliche "Ringeltäubchen-Nachricht" aus FDP/CDU/CSU-Regierungskreisen nichts weiter ist als eine bleierne Ente.

Ein Etikettenschwindel.

Manche selbst von schwerer Krankheit Betroffene, die sich weiterhin illegal und von Strafverfolgung bedroht mit pflanzlichen Cannabis-Varietäten behandeln müssen, sprechen sogar von "schön geredeten Lügen".

Westerwelle (FDP) interessiert das Wahlvieh nicht.Von "Stimmenfang auf Kosten von Todkranken" und von "Hintertür-Öffnung mit Hofknicks für den Einstieg der pharmazeutischen-Industrie in ein lukratives Geschäft" zu Lasten des Steuerzahlers, und auf Kosten von Menschenleben …

Ironie der Geschichte: Erst zwei Jahre zuvor – angesichts einer drohenden Kostenexplosion – hatte der Sprecher der GKV anlässlich der Experten-Anhörung im Gesundheitsausschuss des Bundestags im Oktober 2008 noch gewarnt, als er ein rabenschwarzes Szenario drohender Milliarden-Kosten für die Kassen entwarf, "weil künftig jede Person mit einfachen Kopfschmerzen zu Cannabis greifen werde…" Woraufhin gegen die Empfehlung der 14 übrigen anwesenden Experten der Antrag auf eine Zulassung von Cannabis als Arzneimittel durch den Gesundheitsausschuss abgelehnt wurde.

"Nunmehr also möge der Bundestag beschließen – so die Empfehlung der Koalition – dass einem Teil der in Deutschland an Multipler Sklerose erkrankten Menschen – nämlich denjenigen, denen das Mittel nach Erprobung tatsächlich hilft – SATIVEX zuteil werde."

Gemeint ist ein Fertigarzneimittel aus dem Hause GW-Pharmaceuticals, das aufwändig und per patentiertem Geheimverfahren aus Hanf gewonnen wird und das im direkten Vergleich mit dem pflanzlichen Naturprodukt Cannabis Sativa nicht gerade als billig zu bezeichnen ist.

Die einzige Indikation des Präparats dürfte den profitierenden Patientenkreis drastisch einengen – sie lautet nämlich "Spastik" bei Multipler Sklerose. Ähnlich gelagert ist die Situation mit dem synthetisch hergestellten Dronabinol.

 

Womit aber soll den unzähligen an Krebs, HIV, Tourette, ALS, Hepatitis, Morbus Crohn, Morbus Bechterew, Alzheimer, chronischen Schmerz-Syndromen u.ä. erkrankten Menschen geholfen werden, die weltweit lebendiges Zeugnis davon ablegen, dass sie von natürlichem Cannabis aus Eigen- oder (staatlichem) Fremdanbau gesundheitlich gut – jedenfalls besser profitieren als von herkömmlichen, synthetischen Varianten?

Kriminalisierung von Schwerstkranken

 

Mit Nichts!

 

Das bedeutet eine fortwährende willkürliche Kriminalisierung und weiterhin drohende Strafverfolgung inklusive Führerscheinentzug.

 

Nichts außer der Einsicht auf Betroffenen-Seite, dass man gewisse Presseberichte gar nicht erst zu lesen braucht, um schon vorher enttäuscht festzustellen, dass auch diese Regierung insgesamt nicht wirklich besser ist als ihr in Cannabis-Gesundheitsbelangen bereits heftig lädierter Untätigkeits-Ruf.

 

Die Arbeitsgemeinschaft Cannabis als Medizin hat vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklung eine Stellungnahme abgegeben, auf die das Selbsthilfenetzwerk an dieser Stelle aufmerksam machen möchte. Aufgegriffen wird darin auch die aktuelle Ablehnung eines Antrags auf Eigenanbau durch einen an MS schwer erkrankten Patienten aus Mannheim.

IACM-Logo

International Association for Cannabinoid Medicines (IACM)

Am Mildenweg 6

59602 Ruethen

Tel.: +49 (0)2952-9708572

Fax: +49 (0)2952-902651

Email: info [at] cannabis-med [dot] org

 

 

Stellungnahme der ACM zum Referentenentwurf einer 25. Verordnung zur Änderung betäubungsmittel-rechtlicher Vorschriften (25. BtMÄndV)

 

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16
Aug
2010

Storm Crow’s MMJ Reference List _ Letter A

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Granny Storm Crow’s MMJ Referenzliste 2010

http://boards.cannabis.com/medicinal-cannabis-health/179526-granny-storm-crows-mmj-reference-list-2010-a.html

 

 Diese Seite ins Deutsche übersetzen

 

Granny Storm Crow’s MMJ Reference List- 2010

 

How this list came about- "If the truth won’t do, then something is wrong!" Those were the furious words of my grandfather to my Mother. I had walked in from joyfully stuffing my face with red raspberries in the garden, straight into "war zone"! My gentle grandfather in a fury, his hand raised! Mom was just beginning to shrink back away from him. They saw me and quickly sent me away. But it was too late, the scene and the words were seared into my 5-year-old brain. That was over 55 years ago, but I still remember it clearly. My grandfather was a minister, one very short step away from God in my young mind. It was one of those life changing moments. It is still rare for me to tell a lie. I never found out what my Mother’s lie was. As I child, I suffered a traumatic head injury. Another child tried to murder me with a hammer. I was left with frequent migraines. At 19, like many rebellious teens, I tried cannabis. It took about a year for me to make the connection between using cannabis and the absence of my normally frequent migraines. I have used cannabis ever since. I am an avid reader. While perusing an old book on herbal medicine, I read how the little old ladies of Mexico made and used a cannabis/tequila rub on their arthritic hands. Then I met Joey, an epileptic musician. He told me another interesting fact- when he had pot he could cut his medication in half! On a camping trip years later, I smelled an unmistakable odor. Following my nose, I was totally shocked to find a grandmotherly lady in her 70s puffing away on a delicate oriental pipe. "Parkinson’s. And the pot’s way cheaper than the pills!" Her nephew kept her well supplied, she said. We had a nice chat about various medical uses of cannabis. Epilepsy, Parkinson’s, arthritis, and my migraines! What else was it good for? Yet every news article on cannabis that I saw, claimed one new horror after another. Men grew breasts and were impotent. Women became sterile, or miscarried. It made you crazy and murderous. Made you lazy and do nothing. It caused cancer and heart attacks…What I had learned on my own and from others and what I was being told in the press were so different! What was the truth? I began researching. I printed the first studies up and kept them in a notebook, just as a personal reference. The notebook quickly filled. I started a Word file of the URLs and on July 30 2007, I posted it. It continues to grow. Here’s some of what I have found. All I’ve done is copy the URLs, then put them all in some semblance order for everyone to use as a reference. Please feel free to share this list with anyone who could benefit from it. ##########################Granny Storm Crow’s MMJ Reference List

It Is Time for Marijuana to Be Reclassified as Something Other Than a Schedule I Drug
It Is Time for Marijuana to Be Reclassified as Something Other Than a Schedule I Drug

ADD/ ADHD

Marijuana and ADD Therapeutic uses of Medical Marijuana in the treatment of ADD
Therapeutic uses of Medical Marijuana in the treatment of Attention Deficit Disorder

Cannabis as a medical treatment for attention deficit disorder
Cannabis as a medical treatment for attention deficit disorder – File psychiatry/psychology – Hemp and Medicine – Welcome to www.hemp-info.ch! The specialist for hemp (Cannabis) in Switzerland

Cannabinoids effective in animal model of hyperactivity disorder
International Association for Cannabis as Medicine

Cannabis ‘Scrips to Calm Kids?
FOXNews.com – Cannabis ‘Scrips to Calm Kids? – Politics | Republican Party | Democratic Party | Political Spectrum

Science: THC normalized impaired psychomotor performance and mood in a patient with hyperactivity disorder
International Association for Cannabis as Medicine

Cannabis Improves Symptoms of ADHD
http://www.cannabis-med.org/english/…_2008_01_1.pdf

Fitness to drive in spite (because) of THC
Unbound MEDLINE | [Fitness to drive in spite (because) of THC] Journal article abstract

Recipe For Trouble (anecdotal story)
Recipe For Trouble – 48 Hours – CBS News

Why I Give My 9-year-old Pot
Why I am giving marijuana to my 9-year-old autistic son.

ADDICTION RISK- PHYSICAL

Women’s Guide to the UofC
Women’s Guide to the UofC

Cannabis Basics
Erowid Cannabis Vault: Basics

10 Things Every Parent, Teenager & Teacher Should Know About Marijuana (4th Question)
Erowid Psychoactive Vaults

Marijuana Myths, Claim No. 9
Erowid Cannabis Vault : Exposing Marijuana Myths

Excerpt from the Merck Manual
Excerpt from the Merck Manual

Relative Addictiveness of Various Substances
Relative Addictiveness of Various Substances

Study of 4000 indicates marijuana discourages use of hard drugs.
Study of 4000 indicates marijuana discourages use of hard drugs.

Long term marijuana users seeking medical cannabis in California (2001–2007): demographics, social characteristics, patterns of cannabis and other drug use of 4117 applicants
Harm Reduction Journal | Full text | Long term marijuana users seeking medical cannabis in California (2001-2007): demographics, social characteristics, patterns of cannabis and other drug use of 4117 applicants

The Surprising Effect Of Marijuana On Morphine Dependence
The Surprising Effect Of Marijuana On Morphine Dependence – Health News – redOrbit

Active Ingredient In Cannabis Eliminates Morphine Dependence In Rats
Active Ingredient In Cannabis Eliminates Morphine Dependence In Rats

Adolescent Exposure to Chronic Delta-9-Tetrahydrocannabinol Blocks Opiate Dependence in Maternally Deprived Rats
Neuropsychopharmacology – Abstract of article: Adolescent Exposure to Chronic Delta-9-Tetrahydrocannabinol Blocks Opiate Dependence in Maternally Deprived Rats

AIDS – see HIV

ALCOHOLISM

Role of cannabinoid receptors in alcohol abuse
Role of cannabinoid receptors in alcohol abuse, study

Cannabidiol, Antioxidants, and Diuretics in Reversing Binge Ethanol-Induced Neurotoxicity
Comparison of Cannabidiol, Antioxidants, and Diuretics in Reversing Binge Ethanol-Induced Neurotoxicity — JPET

Cannabis substitution
Clinical Studies and Case Reports

Cannabis as a Substitute for Alcohol
CCRMG

The endocannabinoid signaling system: a potential target for next-generation therapeutics for alcoholism
The endocannabinoid signaling system: a potential target for next-generation therapeutics for alcoholism

White Matter Integrity in Adolescents with Histories of Marijuana Use and Binge Drinking.
Unbound MEDLINE | White Matter Integrity in Adolescents with Histories of Marijuana Use and Binge Drinking. Journal article abstract

Pot Might Blunt Damage of Binge Drinking
HealthDay

Cannabis as a substitute for alcohol and other drugs.
Unbound MEDLINE | Cannabis as a substitute for alcohol and other drugs. Journal article

Daily marijuana users with past alcohol problems increase alcohol consumption during marijuana abstinence.
Unbound MEDLINE | Daily marijuana users with past alcohol problems increase alcohol consumption during marijuana abstinence. Journal article

Maternal Marijuana use not Associated with Psychotic Symptoms , but Alcohol is
Maternal Marijuana use not Associated with Psychotic Symptoms , but Alcohol is

ALLERGIES TO CANNABIS

Sensitization and Allergy to Cannabis sativa Leaves in a Population of Tomato Sensitized Patients.
Sensitization and Allergy to Cannabis sativa Leaves in a Population of Tomato (Lycopersicon esculentum)-Sensitized Patients.

Allergic rhinoconjunctivitis caused by Cannabis sativa pollen
File Archive – Cannabis Documents – Allergic rhinoconjunctivitis caused by Cannabis sativa pollen (2008) – Drugs Forum

Allergic Skin Test Reactivity to Marijuana in the Southwest
Allergic Skin Test Reactivity to Marijuana in the Southwest

Marijuana smoking and fungal sensitization.
Marijuana smoking and fungal sensitization. [J Allergy Clin Immunol. 1983] – PubMed result

ALS

Cannabinol delays symptom onset
Cannabinol delays symptom onset in SOD1 (G93A) tra… [Amyotroph Lateral Scler Other Motor Neuron Disord. 2005] – PubMed result

Marijuana in the management of amyotrophic lateral sclerosis (may need free registration)
Marijuana in the management of amyotrophic lateral sclerosis.

Cannabis use in patients with amyotrophic lateral sclerosis. (may need free registration)
Survey of cannabis use in patients with amyotrophic lateral sclerosis.

Cannabis’ Potential Exciting Researchers in Treatment of ALS, Parkinson’s Disease
http://www.illinoisnorml.org/index2….o_pdf=1&id=104

ALZHEIMER’S

MARIJUANA SLOWS ALZHEIMER’S DECLINE
Europe: Study: Marijuana Slows Alzheimer’s Decline

Marijuana may block Alzheimer’s
BBC NEWS | Health | Marijuana may block Alzheimer’s

Prevention of Alzheimer’s Disease Pathology by Cannabinoids
Prevention of Alzheimer’s Disease Pathology by Cannabinoids: Neuroprotection Mediated by Blockade of Microglial Activation — Ramírez et al. 25 (8): 1904 — Journal of Neuroscience

Marijuana’s Active Ingredient Shown to Inhibit Primary Marker of Alzheimer’s Disease
AAMC: Marijuana’s Active Ingredient Shown to Inhibit Primary Marker of Alzheimer’s Disease

Safety and efficacy of Dronabinol in the treatment of agitation in patients with Alzheimer’s disease with anorexia
Clinical Studies and Case Reports

Open-label study of Dronabinol in the treatment of refractory agitation in Alzheimer’s disease
Clinical Studies and Case Reports

Effects of dronabinol on anorexia and disturbed behavior in patients with Alzheimer’s disease.
Clinical Studies and Case Reports

Cannabinoids reduce the progression of Alzheimer’s disease in animals
International Association for Cannabis as Medicine

Molecular Link between the Active Component of Marijuana and Alzheimer’s Disease Pathology
Unbound MEDLINE | A Molecular Link between the Active Component of Marijuana and Alzheimer’s Disease Pathology. Journal article abstract

THC inhibits primary marker of Alzheimer’s disease
International Association for Cannabis as Medicine

Cannabinoid receptor stimulation is anti-inflammatory and improves memory in old rats
Cannabinoid receptor stimulation is anti-inflammat… [Neurobiol Aging. 2008] – PubMed result

Alzheimer’s disease; taking the edge off with cannabinoids?
Alzheimer’s disease; taking the edge off with cannabinoids?

US Patent 6630507 – Cannabinoids as antioxidants and neuroprotectants
Cannabinoids as antioxidants and neuroprotectants – US Patent 6630507 Abstract

Cannabidiol in vivo blunts β-amyloid induced neuroinflammation by suppressing IL-1β and iNOS expression
Cannabidiol in vivo blunts β-amyloid induced neuroinflammation by suppressing IL-1β and iNOS expression

Inflammation and aging: can endocannabinoids help?
Inflammation and aging: can endocannabinoids help?

Anti-inflammatory property of the cannabinoid agonist WIN-55212-2 in a rodent model of chronic brain inflammation
Anti-inflammatory property of the cannabinoid agonist WIN-55212-2 in a rodent model of chronic brain inflammation

Marijuana reduces memory impairment
Aging – Marijuana reduces memory impairment

The activation of cannabinoid CB2 receptors stimulates in situ and in vitro beta-amyloid removal by human macrophages.
The activation of cannabinoid CB2 receptors stimul… [Brain Res. 2009] – PubMed result

Attacking Alzheimer’s with Red Wine and Marijuana
Attacking Alzheimer’s with Red Wine and Marijuana | | AlterNet

Pot joins the fight against Alzheimer’s, memory loss
News Blog: Pot joins the fight against Alzheimer’s, memory loss

AM-1346 – a synthetic cannabinoid

Synthetic Cannabinoid May Aid Fertility In Smokers
Synthetic Cannabinoid May Aid Fertility In Smokers

AMOTIVATIONAL SYNDROME

Amotivational Syndrome
Lycaeum > Leda > Amotivational Syndrome

Debunking ‘Amotivational Syndrome’
US: Web: Column: Debunking ‘Amotivational Syndrome’

Debunking the Amotivational Syndrome
Marijuana Research: Debunking the Amotivational Syndrome

Cannabis Use Not Linked To So-Called "Amotivational Syndrome"
Cannabis Use Not Linked To So-Called "Amotivational Syndrome" – NORML

ANECDOTAL / PERSONAL STORIES

Shared Comments and Observations
Comments and Observations

Cannabis Sativa (Marijuana) for Fibromyalgia
Cannabis Sativa (Marijuana) for Fibromyalgia

ANECDOTAL ARTICLES
CannabisLink.ca – Medical / Healing Information

Recipe For Trouble (anecdotal)
Recipe For Trouble – 48 Hours – CBS News

Why I Give My 9-year-old Pot
Why I am giving marijuana to my 9-year-old autistic son.

ANTI-BACTERIAL PROPERTIES

Antibacterial Cannabinoids from Cannabis sativa
ACS Publications – Cookie absent

Killing bacteria with cannabis
Killing bacteria with cannabis

Chemicals in Marijuana May Fight MRSA
Marijuana Ingredients May Fight MRSA

Cannabis Compounds Reduce Multi-Drug Resistant Infections
Cannabis Compounds Reduce Multi-Drug Resistant Infections

Biologically Active Cannabinoids from High-Potency Cannabis sativa.
Unbound MEDLINE | Biologically Active Cannabinoids from High-Potency Cannabis sativa. Journal article abstract

Antibacterial preparation from hemp (Cannabis sativa) (1958)
ChemPort Reference Linking Service

Hemp (Cannabis sativa)-an antibiotic drug. II. Methods and results of bacteriological investigations and preliminary clinical experiences (1958)
ChemPort Reference Linking Service

Characterization and antimicrobial activity of essential oils of industrial hemp varieties (Cannabis sativa L.).
Characterization and antimicrobial activity of ess… [Fitoterapia. 2009] – PubMed result

ANTI-FUNGAL

Biologically Active Cannabinoids from High-Potency Cannabis sativa.
Unbound MEDLINE | Biologically Active Cannabinoids from High-Potency Cannabis sativa. Journal article abstract

ANTI-INFLAMMATORY PROPERTIES

ANALGESIC AND ANTIINFLAMMATORY ACTIVITY OF CONSTITUENTS OF CANNABIS SATIVA L. (1988)
Analgesic and Anti-Inflammatory Activity of Constituents of Cannabis Sativa

Why Cannabis Stems Inflammation
Why Cannabis Stems Inflammation

Cannabidiol decreases bone resorption by inhibiting RANK/RANKL expression and pro-inflammatory cytokines during experimental periodontitis in rats.
Unbound MEDLINE | Cannabidiol decreases bone resorption by inhibiting RANK/RANKL expression and pro-inflammatory cytokines during experimental periodontitis in rats. Journal article abstract

Cannabidiol in vivo blunts β-amyloid induced neuroinflammation by suppressing IL-1β and iNOS expression (Alzheimer’s)
Cannabidiol in vivo blunts β-amyloid induced neuroinflammation by suppressing IL-1β and iNOS expression

Cannabidiol displays unexpectedly high potency as an antagonist of CB1 and CB2 receptor agonists in vitro
Cannabidiol displays unexpectedly high potency as an antagonist of CB1 and CB2 receptor agonists in vitro

Antiinflammatory action of endocannabinoid palmitoylethanolamide and the synthetic cannabinoid nabilone in a model of acute inflammation in the rat
Antiinflammatory action of endocannabinoid palmitoylethanolamide and the synthetic cannabinoid nabilone in a model of acute inflammation in the rat

Inflammation and aging: can endocannabinoids help?
Inflammation and aging: can endocannabinoids help?

Anti-inflammatory property of the cannabinoid agonist WIN-55212-2 in a rodent model of chronic brain inflammation
Anti-inflammatory property of the cannabinoid agonist WIN-55212-2 in a rodent model of chronic brain inflammation

Marijuana reduces memory impairment
Aging – Marijuana reduces memory impairment

Cannabidiol in medicine: a review of its therapeutic potential in CNS disorders.
Unbound MEDLINE | Cannabidiol in medicine: a review of its therapeutic potential in CNS disorders. Journal article abstract

Cannabinoids, endocannabinoids, and related analogs in inflammation.
Cannabinoids, endocannabinoids, and related analog… [AAPS J. 2009] – PubMed result

ANTI- OXIDANT PROPERTIES

US Patent 6630507 – Cannabinoids as antioxidants and neuroprotectants
Cannabinoids as antioxidants and neuroprotectants – US Patent 6630507 Abstract

Cannabidiol and (−)Δ9-tetrahydrocannabinol are neuroprotective antioxidants
Cannabidiol and (−)Δ9-tetrahydrocannabinol are neuroprotective antioxidants

Biological screening of 100 plant extracts for cosmetic use (II): anti-oxidative activity and free radical scavenging activity.
Unbound MEDLINE | Biological screening of 100 plant extracts for cosmetic use (II): anti-oxidative activity and free radical scavenging activity. Journal article abstract

Cannabinoids protect cells from oxidative cell death: a receptor-independent mechanism.
Cannabinoids protect cells from oxidative cell dea… [J Pharmacol Exp Ther. 2000] – PubMed result

Cannabidiol in medicine: a review of its therapeutic potential in CNS disorders.
Unbound MEDLINE | Cannabidiol in medicine: a review of its therapeutic potential in CNS disorders. Journal article abstract

ANOREXIA-see APPETITE STIMULANT

ANXIOLYTIC EFFECTS

Cannabidiol, a Cannabis sativa constituent, as an antipsychotic drug
Brazilian Journal of Medical and Biological Research – Cannabidiol, a Cannabis sativa constituent, as an antipsychotic drug

The association between anxiety and alcohol versus cannabis abuse disorders among adolescents in primary care settings
The association between anxiety and alcohol versus cannabis abuse disorders among adolescents in primary care settings — Low et al. 25 (5): 321 — Family Practice

The efficacy and safety of nabilone (a synthetic cannabinoid) in the treatment of anxiety
Clinical Studies and Case Reports.

Cannabidiol as an antipsychotic. A double-blind, controlled clinical trial on cannabidiol vs. amisulpride in acute schizophrenia.
Clinical Studies and Case Reports

Single-dose study of nabilone in anxious volunteers.
Clinical Studies and Case Reports

Effects of {Delta}9-tetrahydrocannabinol on reward and anxiety in rats exposed to chronic unpredictable stress. Unbound MEDLINE | Effects of {Delta}9-tetrahydrocannabinol on reward and anxiety in rats exposed to chronic unpredictable stress. Journal article abstract

Modulation of effective connectivity during emotional processing by Delta9-tetrahydrocannabinol and cannabidiol.
Modulation of effective connectivity during emotio… [Int J Neuropsychopharmacol. 2009] – PubMed result

Opposite Effects of Delta-9-Tetrahydrocannabinol and Cannabidiol on Human Brain Function and Psychopathology.
Unbound MEDLINE | Opposite Effects of Delta-9-Tetrahydrocannabinol and Cannabidiol on Human Brain Function and Psychopathology. Journal article

APPETITE STIMULANT

Dronabinol an effective appetite stimulant?
Clinical Studies and Case Reports

THC improves appetite and reverses weight loss in AIDS patients
Clinical Studies and Case Reports

Efficacy of dronabinol alone and in combination
Clinical Studies and Case Reports

Dronabinol and marijuana in HIV-positive marijuana smokers: caloric intake, mood, and sleep.
Clinical Studies and Case Reports

The synthetic cannabinoid nabilone improves pain and symptom management in cancer patients
Clinical Studies and Case Reports

Dronabinol for supportive therapy in patients with malignant melanoma and liver metastases
Clinical Studies and Case Reports

Safety and efficacy of dronabinol in the treatment of agitation in patients with Alzheimer’s disease
Clinical Studies and Case Reports

The perceived effects of smoked cannabis on patients with multiple sclerosis.
Clinical Studies and Case Reports

Effects of dronabinol on anorexia and disturbed behavior in patients with Alzheimer’s disease
Clinical Studies and Case Reports

Dronabinol as a treatment for anorexia associated with weight loss in patients with AIDS.
Clinical Studies and Case Reports

Delta-9-tetrahydrocannabinol for appetite stimulation in cancer-associated anorexia
Clinical Studies and Case Reports

Effect of dronabinol on nutritional status in HIV infection.
Clinical Studies and Case Reports

Dronabinol stimulates appetite and causes weight gain in HIV patients.
Clinical Studies and Case Reports

Dronabinol effects on weight in patients with HIV infection.
Clinical Studies and Case Reports

Recent clinical experience with dronabinol.
Clinical Studies and Case Reports

Dronabinol enhancement of appetite in cancer patients.
Clinical Studies and Case Reports

Effects of smoked marijuana on food intake and body weight
Clinical Studies and Case Reports

Behavioral analysis of marijuana effects on food intake in humans.
Clinical Studies and Case Reports

Cancer-related anorexia-cachexia syndrome
Unbound MEDLINE | Comparison of orally administered cannabis extract and delta-9-tetrahydrocannabinol in treating patients with cancer-related anorexia-cachexia syndrome: a multicenter, phase III, randomized, double-blind, placebo-controlled clinical

THC effective in appetite and weight loss in severe lung disease (COPD)
International Association for Cannabis as Medicine

Machinery Of The ‘Marijuana Munchies’
Machinery Of The ‘Marijuana Munchies’

Therapeutic Aspects of Cannabis and Cannabinoids
ROBSON: Br J Psychiatry, Volume 178().February 2001.107-115

Factors influencing the aggressiveness elicited by marihuana in food-deprived rats
Factors influencing the aggressiveness elicited by marihuana in food-deprived rats

Immunoactive cannabinoids: Therapeutic prospects for marijuana constituents Immunoactive cannabinoids: Therapeutic prospects for marijuana constituents

Natural Pot-Like Compound Could Fight Obesity
Natural Pot-Like Compound Could Fight Obesity: Scientific American Podcast

ARTHRITIS

The nonpsychoactive cannabis constituent cannabidiol is an oral anti-arthritic therapeutic in murine collagen-induced arthritis
The nonpsychoactive cannabis constituent cannabidiol is an oral anti-arthritic therapeutic in murine collagen-induced arthritis — PNAS

The Cannabinergic System as a Target for Anti-inflammatory Therapies
IngentaConnect The Cannabinergic System as a Target for Anti-inflammatory Therap…

Preliminary assessment of the efficacy, tolerability and safety of a cannabis-based medicine (Sativex) in the treatment of pain caused by rheumatoid arthritis
Preliminary assessment of the efficacy, tolerability and safety of a cannabis-based medicine (Sativex) in the treatment of pain caused by rheumatoid arthritis — Blake et al. 45 (1): 50 — Rheumatology

Suppression of fibroblast metalloproteinases by ajulemic acid, a nonpsychoactive cannabinoid acid.
Suppression of fibroblast metalloproteinases by aj… [J Cell Biochem. 2007] – PubMed result

The antinociceptive effect of Delta9-tetrahydrocannabinol in the arthritic rat involves the CB(2) cannabinoid receptor.
Unbound MEDLINE | The antinociceptive effect of Delta9-tetrahydrocannabinol in the arthritic rat involves the CB(2) cannabinoid receptor. Journal article abstract

Synergy between Delta(9)-tetrahydrocannabinol and morphine in the arthritic rat
Unbound MEDLINE | Synergy between Delta(9)-tetrahydrocannabinol and morphine in the arthritic rat. Journal article abstract

Rheumatoid arthritis, Cannabis based medicine eases pain and suppresses disease
Rheumatoid arthritis, cannabis based medicine eases pain and suppresses disease

Pot-Based Drug Promising for Arthritis
Pot-Based Drug Promising for Arthritis

Anti-inflammatory compound from cannabis found in herbs
Anti-inflammatory compound from cannabis found in herbs

ANALGESIC AND ANTIINFLAMMATORY ACTIVITY OF CONSTITUENTS OF CANNABIS SATIVA L..
Analgesic and Anti-Inflammatory Activity of Constituents of Cannabis Sativa

US Patent 6132762 – Transcutaneous application of marijuana
Transcutaneous application of marijuana – US Patent 6132762 Abstract

Cannabis May Suppress Immune System
Cannabis May Suppress Immune System

Immunoactive cannabinoids: Therapeutic prospects for marijuana constituents Immunoactive cannabinoids: Therapeutic prospects for marijuana constituents

In vivo effects of CB2 receptor-selective cannabinoids on the vasculature of normal and arthritic rat knee joints
In vivo effects of CB2 receptor-selective cannabinoids on the vasculature of normal and arthritic rat knee joints

ASTHMA

The Cannabinergic System as a Target for Anti-inflammatory Therapies
IngentaConnect The Cannabinergic System as a Target for Anti-inflammatory Therap…

Acute and subacute bronchial effects of oral cannabinoids.
Clinical Studies and Case Reports

Comparison of bronchial effects of nabilone and terbutaline
Clinical Studies and Case Reports

Bronchial effects of aerosolized delta 9-tetrahydrocannabinol
Clinical Studies and Case Reports

Bronchodilator effect of delta1-tetrahydrocannabinol administered by aerosol
Clinical Studies and Case Reports

Effects of smoked marijuana in experimentally induced asthma.
Clinical Studies and Case Reports

Marijuana and oral delta9-tetrahydrocannabinol on specific airway conductance
Clinical Studies and Case Reports

New Synthetic Delta-9-THC Inhaler Offers Safe, Rapid Delivery
New Synthetic Delta-9-THC Inhaler Offers Safe, Rapid Delivery, Phase I Study

Smoked marijuana and oral delta-9-THC on specific airway conductance in asthmatic subjects
Acute effects of smoked marijuana and oral delta-9-tetrahydrocannabinol on specific airway conductance in asthmatic subjects

ANALGESIC AND ANTIINFLAMMATORY ACTIVITY OF CONSTITUENTS OF CANNABIS SATIVA L.
Analgesic and Anti-Inflammatory Activity of Constituents of Cannabis Sativa

ATHEROSCLEROSIS

Marijuana Chemical Fights Hardened Arteries
Marijuana Chemical Fights Hardened Arteries

Does Cannabis Hold the Key to Treating Cardiometabolic Disease (may need free registration)
http://www.medscape.com/viewarticle/525040_print

The Cannabinergic System as a Target for Anti-inflammatory Therapies
IngentaConnect The Cannabinergic System as a Target for Anti-inflammatory Therap…

Cannabis compound tackles blood vessel disease
Cannabis compound tackles blood vessel disease

Medical marijuana: study shows that THC slows atherosclerosis
The Next Hurrah: Medical marijuana: study shows that THC slows atherosclerosis

Cardiovascular Effects of Cannabis
Cardiovascular Effects of Cannabis

Cannabidiol attenuates high glucose-induced endothelial cell inflammatory response and barrier disruption
Cannabidiol attenuates high glucose-induced endothelial cell inflammatory response and barrier disruption

Low dose oral cannabinoid therapy reduces progression of atherosclerosis in mice.
Low dose oral cannabinoid therapy reduces progress… [Nature. 2005] – PubMed result

Cannabidiol-2′,6′-Dimethyl Ether, a Cannabidiol Derivative, Is a Highly Potent and Selective 15-Lipoxygenase Inhibitor.
Unbound MEDLINE | Cannabidiol-2′,6′-Dimethyl Ether, a Cannabidiol Derivative, Is a Highly Potent and Selective 15-Lipoxygenase Inhibitor. Journal article abstract

Cannabinoids and atherosclerosis.
Unbound MEDLINE | Cannabinoids and atherosclerosis. Journal article abstract

AUTISM

Autism and Medical Marijuana
Autism and Medical Marijuana

THE SAM PROJECT: James D.
AAMC patient: James D.

Medical marijuana: a valuable treatment for autism?
Medical Marijuana: A Valuable Treatment for Autism?

Sam’s Story: Using Medical Cannabis to Treat Autism Spectrum Disorder
Using Medical Cannabis to Treat Autism Spectrum Disorder: Sam’s Story

Mom: Medical marijuana saved son’s life
Medical marijuana used to treat 10-year-old autistic boy – 8/29/09 – Los Angeles-Southern California-LA Breaking News, Weather, Traffic, Sports – abc7.com

Sam’s Story: Medical Marijuana and Autism
http://www.ktla.com/news/landing/ktl…,1396115.story


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14
Aug
2010

Kaum Vorbehalte gegen die medizinische Verwendung von Cannabis in der deutschen Bevölkerung


Nach einer Meldung der dpa (Deutsche Presseagentur) ist die
Unterstützung für die medizinische Verwendung von Cannabis in
allen gesellschaftlichen Schichten und Gruppen groß. Zwei Drittel
der Befragten unterstützen zudem die Kostenübernahme des
Medikaments Dronabinol (THC) durch die Krankenkassen. In der
Meldung unter dem Titel "Umfrage: Kaum Vorbehalte gegen
Cannabis-Medizin" heißt es:

"Die Verwendung von Cannabis zur Behandlung Schwerkranker
findet in Deutschland einer Umfrage zufolge breite Zustimmung. Bei
einer Emnid-Befragung im Auftrag der Arbeitsgemeinschaft
Cannabis als Medizin (ACM) waren mehr als 75 Prozent der
angerufenen Bürger dafür, Cannabis-Produkte zur Therapie
chronischer Schmerzen oder zur Linderung der Spastiken bei
Multipler Sklerose zuzulassen. Das teilte der Vorsitzende der
Arbeitsgemeinschaft, Franjo Grotenhermen, am Freitag in Rüthen
(Kreis Soest) mit. Die Zustimmung gehe quer durch die
Bevölkerung, sagte Grotenhermen. Am größten sei sie in
gebildeten Schichten, bei Männern und bei Anhängern der
kleineren Parteien FDP, Grüne und Linkspartei. Auffällig ist die mit
55 Prozent vergleichsweise geringe Akzeptanz von Cannabis-
Medizin bei Schülern. Das Ergebnis der Befragung von 1001
Bürgern hat wenig mit dem eigenen Cannabis-Konsum der
Befragten zu tun. Der Großteil der Interviewten gab an, selber nie
Cannabis geraucht zu haben. Dennoch sprachen sich auch aus
dieser Gruppe 73 Prozent für die medizinische Nutzung aus. Die
ACM hatte auch fragen lassen, wie die Bundesbürger zur
Übernahme der Kosten für eine Cannabis-Behandlung stehen.
Auch hier sprachen sich rund zwei Drittel (65 Prozent) für eine
Kostenübernahme durch die Krankenkassen aus. Nach Auskunft
der ACM helfen Cannabis-Produkte unter anderem bei Multipler
Sklerose und chronischen Schmerzen Krebskranker. Bisher
müssten Betroffene häufig langwierig mit Behörden, Ärzten und
Kassen um die Nutzung von Cannabis-Medizin und die Übernahme
der Kosten kämpfen. In der Bundesrepublik dürfen laut
Grotenhermen nur 40 Patienten Cannabis aus der Apotheke
beziehen. In anderen Ländern wie beispielsweise Kanada und
Spanien seien verschiedene Cannabis- Medikamente zugelassen.
‘Außerdem werden Kranke, die sich selber mit Cannabis versorgen,
in diesen Ländern strafrechtlich nicht verfolgt’, sagte
Grotenhermen."

Weitere Informationen zur Umfrage:
Die Befürwortung der medizinischen Verwendung von Cannabis ist
am höchsten in gebildeten Schichten, bei Männern und bei
Anhängern der kleineren Parteien FDP, Grüne und Linkspartei,
liegt jedoch auch bei Befragten mit mittlerem Bildungsabschluss
und bei Anhängern von CDU oder CSU noch über 75 Prozent.
Sind Sie der Meinung, dass auch in Deutschland die Möglichkeit
bestehen sollte, dass wie in diversen anderen Ländern Patienten
Cannabis gegen ihre Symptome einsetzen dürfen, oder sind Sie
dagegen? Nach dieser Frage sprechen sich 76 Prozent der
Deutschen dafür aus, eine Behandlung von Schwerkranken mit
natürlichen Cannabisprodukten zuzulassen, während 18 Prozent
dies verbieten wollen und 6 Prozent unentschieden sind oder keine
Angabe machten. Die Frage wird in Ost und West und unabhängig
vom Einkommen ähnlich bewertet. Die Zustimmung ist bei den
Männern mit 82 Prozent größer als bei den Frauen mit 70 Prozent
und am höchstens in der Altersklasse der 50- bis 59-Jährigen.
Bezogen auf den Bildungsgrad, sprechen sich Befragte mit Abitur
oder abgeschlossenem Studium besonders stark für die
Verwendung von Cannabis bei Schwerkranken aus, nämlich zu 85
Prozent. Parteipolitisch wird die Forderung nach einem legalen
Zugang zu Cannabis für Kranke am stärksten von Anhängern der
Grünen mit 90 Prozent, der FDP und der Linken mit jeweils 85
Prozent und der SPD mit 83 Prozent unterstützt. Anhänger der
Unionsparteien sprachen sich zu 77 Prozent und Nichtwähler zu 72
Prozent für die Möglichkeit der Behandlung von Schwerkranken mit
natürlichen Cannabisprodukten aus.
Bei der zweiten Frage sprachen sich 65 Prozent der Deutschen
dafür aus, dass die Krankenkassen die Kosten für eine Behandlung
mit Cannabisprodukten erstatten. 27 Prozent  waren dagegen, 2
Prozent dafür, wenn die Medikamente wirken, und 6 Prozent
machten keine Angaben. Die Befragten waren darüber informiert
worden, dass der Cannabiswirkstoff Dronabinol in Deutschland von
Ärzten verschrieben werden darf, dass die Krankenkassen jedoch
nicht verpflichtet sind, die Kosten der Behandlung mit diesem
Medikament zu übernehmen. Die Einstellungen der
unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen sind hier ähnlich
verteilt wie bei der Frage nach dem Einsatz natürlicher
Cannabisprodukte.

Mehr unter:
http://www.krankenkassen.de/dpa/175241.html
http://www.cannabis-med.org/german/emnid_2010.pdf

aus den ACMInformationen vom 14.August 2010

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23
Mai
2010

Antrag auf eine Ausnahmegenehmigung für den Eigenanbau von Cannabis für medizinische Zwecke geht in die nächste Phase


Entsprechend der beim Erörterungstermin vor dem Verwaltungsgericht Köln am 31. März gesetzten Frist hat Rechtsanwalt Dr. Tolmein in dem Verfahren von Michael Fischer gegen das BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) am 20. Mai dargelegt, welche Sicherungsmaßnahmen für den Eigenanbau von Herrn Fischer beabsichtigt sind. Des weiteren wird in dem Schreiben erörtert, inwieweit internationale Vereinbarungen im Rahmen des Ermessens bei der Erteilung für den Eigenanbau von Cannabis gemäß § 3 Betäubungsmittelgesetz zu berücksichtigen sind.

Am 31. März fand vor dem Verwaltungsgericht Köln ein Erörterungstermin zum Antrag von Michael Fischer aus Mannheim auf den Eigenanbau von Cannabis für medizinische Zwecke statt. Der Antrag an die Bundesopiumstelle liegt bereits mehrere Jahre zurück. Er war bereits mit einem Bescheid vom 6.
Dezember 2007 von der Bundesopiumstelle abgelehnt worden, mit der Begründung, ein Eigenanbau sei zur medizinischen Versorgung nicht notwendig, da zwei pharmazeutische Hersteller einen auf Delta-9-THC standardisierten Cannabisextrakt entwickelt hätten. Der Widerspruch von Herrn Fischer vom 8.
Januar 2008 wurde von der Bundesopiumstelle trotz mehrmaligen Nachhakens nicht bearbeitet. Im Juni 2009 reichte der Patient eine Untätigkeitsklage gegen die Bundesopiumstelle beim Verwaltungsgericht Köln ein. Das Gericht setzte der Bundesopiumstelle mehrfach weitere Fristen zur Bearbeitung des Antrags. Schließlich legte das Gericht einen Erörterungstermin fest. Fünf Tage vorher – am 26. März 2010 – äußerte sich die Bundesopiumstelle erstmals zu dem Widerspruch. An dem nicht öffentlichen Erörterungstermin vor dem Verwaltungsgericht Köln nahmen neben der Richterin zwei Vertreter der Bundesopiumstelle (Frau Mutz sowie der Leiter der Bundesopiumstelle, Herr Cremer-Schäffer), Gabriele Gebhardt, Lebensgefährtin von Michael Fischer, der aus gesundheitlichen Gründen nicht teilnehmen konnte, sowie der rechtliche Vertreter von Herrn Fischer, Rechtsanwalt Tolmein, teil. Für die weitere Entwicklung des Antrags von Herrn Fischer ergaben sich nach Auffassung der Richterin vor allem zwei Hauptaspekte. Wie kann die Sicherheit beim Eigenanbau sichergestellt werden? Muss im Falle des Eigenanbaus eine Cannabis-Agentur eingerichtet werden? Herr Fischer wurde gebeten, seinen Antrag innerhalb der kommenden sechs Wochen zu ergänzen und beispielsweise darzulegen, wie er seine Ernte vor Diebstahl sichern will.

Am 28. April 2010 hat Prof. Dr. jur. Lorenz Böllinger von der Universität Bremen ein "Kurzgutachten zur Rechtsfrage, ob für die Genehmigung des Anbaus von Cannabis für medizinischen Eigenbedarf eine "Stelle" gem. Art. 23 ÜK 1961 errichtet werden muss" vorgelegt. Zusammenfassend kommt der  Gutachter dabei zu dem Ergebnis: "Die rechtswissenschaftliche Analyse kommt zu dem Ergebnis, dass die Errichtung einer Agentur gem. Art. 28 i.V.m. Art. 23 ÜK 1961 im Falle des Eigenanbaus von Cannabis zur medizinisch indizierten und verordneten Medikation nicht erforderlich und angezeigt ist. Die Ausnahmeerlaubnis nach § 3 Abs. 2 BtMG kann mithin nicht unter Berufung auf § 5 Abs. 2 BtMG versagt werden."
Das vollständige Gutachten ist auf der Internetseite der IACM verfügbar:
http://www.cannabis-med.org/german/gutachten_boe_2010.pdf

Der Schriftsatz von Dr. Tolmein vom 20. Mai macht sich diese Auffassung zu eigen. Die Erlaubnis zum Eigenanbau von Cannabis für den medizinischen Eigenbedarf "würde im Übrigen auch nicht gegen den Rahmenbeschluss 2004/757/JI des Rates der Europäischen Union vom 25. Oktober 2004 verstoßen, denn in Artikel 2 Abs. 2 wird festgestellt, dass Handlungen nicht in den Anwendungsbereich dieses Rahmenbeschlusses fallen, wenn die Täter sie ausschließlich für ihren persönlichen Konsum im Sinne des Nationalrechts begangen haben."

Zu dem beabsichtigten Sicherungsmaßnahmen heißt es in dem Schriftsatz des Rechtsanwalts: "Vorab ist festzustellen, dass es nach Auffassung des Klägers nicht seine Aufgabe ist, von sich aus Sicherungsmaßnahmen für den Eigenanbau von Cannabis festzulegen. Vielmehr ist es Aufgabe der Beklagten den Antrag auf Eigenanbau von Cannabis zu bewilligen und die dafür erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen als Auflagen oder Nebenbestimmungen – ggf. in Abstimmung mit dem Antragsteller bzw. Kläger – anzuordnen. Vorstellbar wäre auch, dass hinsichtlich dieser Sicherungsmaßnahmen ein öffentlich rechtlicher Vertrag nach § 54 VwVfG geschlossen wird."

Sodann folgt auf mehr als zwei Seiten eine ausführliche Darlegung, wie der Anbau der Cannabispflanzen in einem separaten Raum der Wohnung erfolgen und wie das Material während des Anbaus und nach der Ernte vor Diebstahl geschützt werden soll.

Nach Auffassung des Vorsitzenden der ACM, Dr. Franjo Grotenhermen, stellt sich nun wie in den vergangenen Jahren grundsätzlich die Frage, ob die Bundesopiumstelle bzw. das BfArM und ihre aufsichtsführende Behörde, das Bundesgesundheitsministerium, bereit sind, ihre Verfahrensweisen und Richtlinien den Urteilen der höchsten deutschen Gerichte (Bundesverfassungsgericht, Bundesverwaltungsgericht) anzupassen, oder ob sie die Auffassung vertreten werden, die höchste deutsche Gerichtsbarkeit habe sich hinsichtlich der medizinischen Verwendung von Betäubungsmitteln an die Auslegung des Betäubungsmittelgesetzes durch die Bundesopiumstelle zu halten. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts aus dem Jahr 2005 legt eine Erlaubnis zum Eigenanbau von Cannabis für medizinische Zwecke in Ausnahmefällen nahe.

(Quellen: Kurzgutachten von Professor Böllinger vom 28. April 2010, Schriftsatz von Dr. Tolmein vom 20. Mai 2010 an das Verwaltungsgericht Köln)

aus den:
ACM-Mitteilungen vom 22. Mai 2010

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