18
Aug
2010
Berlin , 07.08.2010, HANFPARADE :
Eine kleine Gruppe entschlossen wirkender Ordnungshüter versucht beflissen, gegen einen kiffenden Demo-Teilnehmer vorzugehen – was an sich nichts Außergewöhnliches ist. Cannabis-Konsum an sich ist zwar nicht verboten, aber wer konsumiert muss auch Cannabis besitzen und dies ist „verboten“ (oder zumindest nicht explizit erlaubt) und stellt einen Straftatbestand dar.
Die Staatsgewalt muss daher eingreifen, um die möglichen Besitzverhältnisse am Konsumgut festzustellen und bedient sich dafür in aller Regel einer Personalien-Überprüfung und ggf. vorübergehenden Festnahme des auffälligen Konsumenten – auch wenn inzwischen immer mehr Beamte zur Überzeugung gelangen, dass gegen Falschparker vorzugehen eindeutig sinnvoller ist als harmlose Kiffer zu verfolgen.
Besonders erwähnenswert am genannten Vorfall jedoch ist, dass es sich bei dem zu überprüfenden Konsumenten um den am Tourette-Syndrom erkrankten Lars S. handelt, der in der Cannabis-Aufklärungs- und Aktivistenszene als "Dr. Hanf " bekannt ist . )
Lars verfügt seit etwa Ende 2009 über eine sog. „Ausnahmegenehmigung zur medizinischen Verwendung von Cannabis nach § 3 Abs. 2 BtMG“ und gehört daher zu dem kleinen überschaubaren Patientenkreis von nur rund 40 Personen, die in Deutschland behördlich genehmigtes Cannabis zur Linderung ihrer Krankheit einsetzen dürfen. Überall. Natürlich auch auf einer Demonstration für die Legalisierung von Cannabis, auf der sich die Teilnehmer u.a. für die existenziellen Interessen von cannabisbedürftigen Kranken einsetzen.
Natürlich konnten die martialisch wirkenden Gesetzeshüter in Grün nicht von vornherein wissen, dass Lars S. ein „Genehmigter“ ist. Insofern sei die Frage gestattet, ob der massive Einsatz mehrerer Beamter zur Überprüfung einer einzelnen Person inmitten einer Demonstration eher dem Aspekt des Selbstschutzes oder einer etwaigen – vom brennenden Joint ausgehenden Gefahr – geschuldet sei.
VIDEO
Peinlich war der Einsatz dennoch. Geradezu beschämend und unverständlich. Und nicht zu vergessen: im Sinne des Steuerzahlers empörend unverhältnismäßig, berücksichtigt man das gnadenlose, erst kurz zurückliegende Debakel auf der Love-Parade in Duisburg …
Man stelle sich vor, fünf Schutzpolizisten würden aus einer mehrere hundert Personen zählenden Gruppe von Fußballfans auf dem Weg zum Stadion einen einzelnen Fan heraus greifen und dessen Personalien überprüfen, bloß weil dieser mehrfach an einer Bierdose genippt hat…
Dieses Video der Hanfparade zeigt die Aufregung der Polizeibeamten wegen einer Damiana-Zigarette (das Kraut gibt’s in jedem Kräuterladen legal zu kaufen): http://de.wikipedia.org/wiki/Damiana
VIDEO
Es muss endlich Schluss sein mit diesem baren Unsinn, mit diesem unverhältnismäßigen Sicherheitswahn! Kiffer sind in aller Regel harmlos. Es geht keine Gefahr von ihnen aus; selbst wenn sie der bestehenden Gesetzeslage zum Trotz ihr Spaß- oder Sportzigarettchen in aller Öffentlichkeit und unter freiem Himmel rauchen. Noch sehr viel harmloser sind aber Patienten, die an einer schweren Erkrankung leiden und (zumindest moralisch) das Recht haben, sich in jeder Situation ihres Medikamentes zu bedienen.
Anzumerken ist immerhin, dass sich besagte Polizisten nach kurzer Sichtung der Genehmigungspapiere ohne weitere Beanstandung still und zügig vom Ort des Geschehens entfernt haben. Sicher dürfte allerdings sein, dass bis zu diesem Zeitpunkt kein einziger der involvierten Polizisten jemals eine solche Genehmigungs-Urkunde gesehen hat und sich dennoch nachhaltig vom Urkundenstempel mit Bundesadler hat überzeugen lassen.
Leider ist nicht übermittelt, ob der Gruppen-Einsatzleiter sich der guten Ordnung halber bei Lars S. für die aufdringliche Unannehmlichkeit entschuldigt hat…
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A. J.
Berlin, 07.08.2010, HANFPARADE: Eine kleine Gruppe entschlossen wirkender Ordnungshüter versucht beflissen, gegen einen kiffenden Demo-Teilnehmer vorzugehen - was an sich nichts Außergewöhnliches ist. Cannabis-Konsum an sich ist zwar nicht verboten, aber wer konsumiert muss auch Cannabis besitzen und dies ist „verboten“ (oder zumindest nicht explizit erlaubt) und stellt einen Straftatbestand dar. Die Staatsgewalt muss daher eingreifen, um die möglichen Besitzverhältnisse am Konsumgut festzustellen und bedient sich dafür in aller Regel einer Personalien-Überprüfung und ggf. vorübergehenden Festnahme des auffälligen Konsumenten - auch wenn inzwischen immer mehr Beamte zur Überzeugung gelangen, dass gegen Falschparker vorzugehen eindeutig sinnvoller ist als harmlose Kiffer zu verfolgen. Besonders erwähnenswert am genannten Vorfall jedoch ist, dass es sich bei dem zu überprüfenden Konsumenten um den am Tourette-Syndrom erkrankten Lars S. handelt, der in der Cannabis-Aufklärungs- und Aktivistenszene als "Dr. Hanf" bekannt ist.) Lars verfügt seit etwa Ende 2009 über eine sog. „Ausnahmegenehmigung zur medizinischen Verwendung von Cannabis nach § 3 Abs. 2 BtMG“ und gehört daher zu dem kleinen überschaubaren Patientenkreis von nur rund 40 Personen, die in Deutschland behördlich genehmigtes Cannabis zur Linderung ihrer Krankheit einsetzen dürfen. Überall. Natürlich auch auf einer Demonstration für die Legalisierung von Cannabis, auf der sich die Teilnehmer u.a. für die existenziellen Interessen von cannabisbedürftigen Kranken einsetzen. Natürlich konnten die martialisch wirkenden Gesetzeshüter in Grün nicht von vornherein wissen, dass Lars S. ein „Genehmigter“ ist. Insofern sei die Frage gestattet, ob der massive Einsatz mehrerer Beamter zur Überprüfung einer einzelnen Person inmitten einer Demonstration eher dem Aspekt des Selbstschutzes oder einer etwaigen - vom brennenden Joint ausgehenden Gefahr - geschuldet sei. Peinlich war der Einsatz dennoch. Geradezu beschämend und unverständlich. Und nicht zu vergessen: im Sinne des Steuerzahlers empörend unverhältnismäßig, berücksichtigt man das gnadenlose, erst kurz zurückliegende Debakel auf der Love-Parade in Duisburg... Man stelle sich vor, fünf Schutzpolizisten würden aus einer mehrere hundert Personen zählenden Gruppe von Fußballfans auf dem Weg zum Stadion einen einzelnen Fan heraus greifen und dessen Personalien überprüfen, bloß weil dieser mehrfach an einer Bierdose genippt hat... Dieses Video der Hanfparade zeigt die Aufregung der Polizeibeamten wegen einer Damiana-Zigarette (das Kraut gibt's in jedem Kräuterladen legal zu kaufen): http://de.wikipedia.org/wiki/Damiana Es muss endlich Schluss sein mit diesem baren Unsinn, mit diesem unverhältnismäßigen Sicherheitswahn! Kiffer sind in aller Regel harmlos. Es geht keine Gefahr von ihnen aus; selbst wenn sie der bestehenden Gesetzeslage zum Trotz ihr Spaß- oder Sportzigarettchen in aller Öffentlichkeit und unter freiem Himmel rauchen. Noch sehr viel harmloser sind aber Patienten, die an einer schweren Erkrankung leiden und (zumindest moralisch) das Recht haben, sich in jeder Situation ihres Medikamentes zu bedienen. Anzumerken ist immerhin, dass sich besagte Polizisten nach kurzer Sichtung der Genehmigungspapiere ohne weitere Beanstandung still und zügig vom Ort des Geschehens entfernt haben. Sicher dürfte allerdings sein, dass bis zu diesem Zeitpunkt kein einziger der involvierten Polizisten jemals eine solche Genehmigungs-Urkunde gesehen hat und sich dennoch nachhaltig vom Urkundenstempel mit Bundesadler hat überzeugen lassen. Leider ist nicht übermittelt, ob der Gruppen-Einsatzleiter sich der guten Ordnung halber bei Lars S. für die aufdringliche Unannehmlichkeit entschuldigt hat... A. J.
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16
Aug
2010
Granny Storm Crow’s MMJ Referenzliste 2010
http://boards.cannabis.com/medicinal-cannabis-health/179526-granny-storm-crows-mmj-reference-list-2010-a.html
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Granny Storm Crow’s MMJ Reference List- 2010
How this list came about- "If the truth won’t do, then something is wrong!" Those were the furious words of my grandfather to my Mother. I had walked in from joyfully stuffing my face with red raspberries in the garden, straight into "war zone"! My gentle grandfather in a fury, his hand raised! Mom was just beginning to shrink back away from him. They saw me and quickly sent me away. But it was too late, the scene and the words were seared into my 5-year-old brain. That was over 55 years ago, but I still remember it clearly. My grandfather was a minister, one very short step away from God in my young mind. It was one of those life changing moments. It is still rare for me to tell a lie. I never found out what my Mother’s lie was. As I child, I suffered a traumatic head injury. Another child tried to murder me with a hammer. I was left with frequent migraines. At 19, like many rebellious teens, I tried cannabis. It took about a year for me to make the connection between using cannabis and the absence of my normally frequent migraines. I have used cannabis ever since. I am an avid reader. While perusing an old book on herbal medicine, I read how the little old ladies of Mexico made and used a cannabis/tequila rub on their arthritic hands. Then I met Joey, an epileptic musician. He told me another interesting fact- when he had pot he could cut his medication in half! On a camping trip years later, I smelled an unmistakable odor. Following my nose, I was totally shocked to find a grandmotherly lady in her 70s puffing away on a delicate oriental pipe. "Parkinson’s. And the pot’s way cheaper than the pills!" Her nephew kept her well supplied, she said. We had a nice chat about various medical uses of cannabis. Epilepsy, Parkinson’s, arthritis, and my migraines! What else was it good for? Yet every news article on cannabis that I saw, claimed one new horror after another. Men grew breasts and were impotent. Women became sterile, or miscarried. It made you crazy and murderous. Made you lazy and do nothing. It caused cancer and heart attacks…What I had learned on my own and from others and what I was being told in the press were so different! What was the truth? I began researching. I printed the first studies up and kept them in a notebook, just as a personal reference. The notebook quickly filled. I started a Word file of the URLs and on July 30 2007, I posted it. It continues to grow. Here’s some of what I have found. All I’ve done is copy the URLs, then put them all in some semblance order for everyone to use as a reference. Please feel free to share this list with anyone who could benefit from it. ##########################Granny Storm Crow’s MMJ Reference List
It Is Time for Marijuana to Be Reclassified as Something Other Than a Schedule I Drug It Is Time for Marijuana to Be Reclassified as Something Other Than a Schedule I Drug
ADD/ ADHD
Marijuana and ADD Therapeutic uses of Medical Marijuana in the treatment of ADD Therapeutic uses of Medical Marijuana in the treatment of Attention Deficit Disorder
Cannabis as a medical treatment for attention deficit disorder Cannabis as a medical treatment for attention deficit disorder – File psychiatry/psychology – Hemp and Medicine – Welcome to www.hemp-info.ch! The specialist for hemp (Cannabis) in Switzerland
Cannabinoids effective in animal model of hyperactivity disorder International Association for Cannabis as Medicine
Cannabis ‘Scrips to Calm Kids? FOXNews.com – Cannabis ‘Scrips to Calm Kids? – Politics | Republican Party | Democratic Party | Political Spectrum
Science: THC normalized impaired psychomotor performance and mood in a patient with hyperactivity disorder International Association for Cannabis as Medicine
Cannabis Improves Symptoms of ADHD http://www.cannabis-med.org/english/…_2008_01_1.pdf
Fitness to drive in spite (because) of THC Unbound MEDLINE | [Fitness to drive in spite (because) of THC] Journal article abstract
Recipe For Trouble (anecdotal story) Recipe For Trouble – 48 Hours – CBS News
Why I Give My 9-year-old Pot Why I am giving marijuana to my 9-year-old autistic son.
ADDICTION RISK- PHYSICAL
Women’s Guide to the UofC Women’s Guide to the UofC
Cannabis Basics Erowid Cannabis Vault: Basics
10 Things Every Parent, Teenager & Teacher Should Know About Marijuana (4th Question) Erowid Psychoactive Vaults
Marijuana Myths, Claim No. 9 Erowid Cannabis Vault : Exposing Marijuana Myths
Excerpt from the Merck Manual Excerpt from the Merck Manual
Relative Addictiveness of Various Substances Relative Addictiveness of Various Substances
Study of 4000 indicates marijuana discourages use of hard drugs. Study of 4000 indicates marijuana discourages use of hard drugs.
Long term marijuana users seeking medical cannabis in California (2001–2007): demographics, social characteristics, patterns of cannabis and other drug use of 4117 applicants Harm Reduction Journal | Full text | Long term marijuana users seeking medical cannabis in California (2001-2007): demographics, social characteristics, patterns of cannabis and other drug use of 4117 applicants
The Surprising Effect Of Marijuana On Morphine Dependence The Surprising Effect Of Marijuana On Morphine Dependence – Health News – redOrbit
Active Ingredient In Cannabis Eliminates Morphine Dependence In Rats Active Ingredient In Cannabis Eliminates Morphine Dependence In Rats
Adolescent Exposure to Chronic Delta-9-Tetrahydrocannabinol Blocks Opiate Dependence in Maternally Deprived Rats Neuropsychopharmacology – Abstract of article: Adolescent Exposure to Chronic Delta-9-Tetrahydrocannabinol Blocks Opiate Dependence in Maternally Deprived Rats
AIDS – see HIV
ALCOHOLISM
Role of cannabinoid receptors in alcohol abuse Role of cannabinoid receptors in alcohol abuse, study
Cannabidiol , Antioxidants, and Diuretics in Reversing Binge Ethanol-Induced Neurotoxicity Comparison of Cannabidiol, Antioxidants, and Diuretics in Reversing Binge Ethanol-Induced Neurotoxicity — JPET
Cannabis substitution Clinical Studies and Case Reports
Cannabis as a Substitute for Alcohol CCRMG
The endocannabinoid signaling system: a potential target for next-generation therapeutics for alcoholism The endocannabinoid signaling system: a potential target for next-generation therapeutics for alcoholism
White Matter Integrity in Adolescents with Histories of Marijuana Use and Binge Drinking. Unbound MEDLINE | White Matter Integrity in Adolescents with Histories of Marijuana Use and Binge Drinking. Journal article abstract
Pot Might Blunt Damage of Binge Drinking HealthDay
Cannabis as a substitute for alcohol and other drugs. Unbound MEDLINE | Cannabis as a substitute for alcohol and other drugs. Journal article
Daily marijuana users with past alcohol problems increase alcohol consumption during marijuana abstinence. Unbound MEDLINE | Daily marijuana users with past alcohol problems increase alcohol consumption during marijuana abstinence. Journal article
Maternal Marijuana use not Associated with Psychotic Symptoms , but Alcohol is Maternal Marijuana use not Associated with Psychotic Symptoms , but Alcohol is
ALLERGIES TO CANNABIS
Sensitization and Allergy to Cannabis sativa Leaves in a Population of Tomato Sensitized Patients. Sensitization and Allergy to Cannabis sativa Leaves in a Population of Tomato (Lycopersicon esculentum)-Sensitized Patients.
Allergic rhinoconjunctivitis caused by Cannabis sativa pollen File Archive – Cannabis Documents – Allergic rhinoconjunctivitis caused by Cannabis sativa pollen (2008) – Drugs Forum
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Marijuana smoking and fungal sensitization. Marijuana smoking and fungal sensitization. [J Allergy Clin Immunol. 1983] – PubMed result
ALS
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Marijuana in the management of amyotrophic lateral sclerosis (may need free registration) Marijuana in the management of amyotrophic lateral sclerosis.
Cannabis use in patients with amyotrophic lateral sclerosis. (may need free registration) Survey of cannabis use in patients with amyotrophic lateral sclerosis.
Cannabis’ Potential Exciting Researchers in Treatment of ALS, Parkinson’s Disease http://www.illinoisnorml.org/index2….o_pdf=1&id=104
ALZHEIMER’S
MARIJUANA SLOWS ALZHEIMER’S DECLINE Europe: Study: Marijuana Slows Alzheimer’s Decline
Marijuana may block Alzheimer’s BBC NEWS | Health | Marijuana may block Alzheimer’s
Prevention of Alzheimer’s Disease Pathology by Cannabinoids Prevention of Alzheimer’s Disease Pathology by Cannabinoids: Neuroprotection Mediated by Blockade of Microglial Activation — Ramírez et al. 25 (8): 1904 — Journal of Neuroscience
Marijuana’s Active Ingredient Shown to Inhibit Primary Marker of Alzheimer’s Disease AAMC: Marijuana’s Active Ingredient Shown to Inhibit Primary Marker of Alzheimer’s Disease
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Open-label study of Dronabinol in the treatment of refractory agitation in Alzheimer’s disease Clinical Studies and Case Reports
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Attacking Alzheimer’s with Red Wine and Marijuana Attacking Alzheimer’s with Red Wine and Marijuana | | AlterNet
Pot joins the fight against Alzheimer’s, memory loss News Blog: Pot joins the fight against Alzheimer’s, memory loss
AM-1346 – a synthetic cannabinoid
Synthetic Cannabinoid May Aid Fertility In Smokers Synthetic Cannabinoid May Aid Fertility In Smokers
AMOTIVATIONAL SYNDROME
Amotivational Syndrome Lycaeum > Leda > Amotivational Syndrome
Debunking ‘Amotivational Syndrome’ US: Web: Column: Debunking ‘Amotivational Syndrome’
Debunking the Amotivational Syndrome Marijuana Research: Debunking the Amotivational Syndrome
Cannabis Use Not Linked To So-Called "Amotivational Syndrome" Cannabis Use Not Linked To So-Called "Amotivational Syndrome" – NORML
ANECDOTAL / PERSONAL STORIES
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Cannabis Sativa (Marijuana) for Fibromyalgia Cannabis Sativa (Marijuana) for Fibromyalgia
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Recipe For Trouble (anecdotal) Recipe For Trouble – 48 Hours – CBS News
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Hemp (Cannabis sativa)-an antibiotic drug. II. Methods and results of bacteriological investigations and preliminary clinical experiences (1958) ChemPort Reference Linking Service
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ATHEROSCLEROSIS
Marijuana Chemical Fights Hardened Arteries Marijuana Chemical Fights Hardened Arteries
Does Cannabis Hold the Key to Treating Cardiometabolic Disease (may need free registration) http://www.medscape.com/viewarticle/525040_print
The Cannabinergic System as a Target for Anti-inflammatory Therapies IngentaConnect The Cannabinergic System as a Target for Anti-inflammatory Therap…
Cannabis compound tackles blood vessel disease Cannabis compound tackles blood vessel disease
Medical marijuana: study shows that THC slows atherosclerosis The Next Hurrah: Medical marijuana: study shows that THC slows atherosclerosis
Cardiovascular Effects of Cannabis Cardiovascular Effects of Cannabis
Cannabidiol attenuates high glucose-induced endothelial cell inflammatory response and barrier disruption Cannabidiol attenuates high glucose-induced endothelial cell inflammatory response and barrier disruption
Low dose oral cannabinoid therapy reduces progression of atherosclerosis in mice. Low dose oral cannabinoid therapy reduces progress… [Nature. 2005] – PubMed result
Cannabidiol-2′,6′-Dimethyl Ether, a Cannabidiol Derivative, Is a Highly Potent and Selective 15-Lipoxygenase Inhibitor. Unbound MEDLINE | Cannabidiol-2′,6′-Dimethyl Ether, a Cannabidiol Derivative, Is a Highly Potent and Selective 15-Lipoxygenase Inhibitor. Journal article abstract
Cannabinoids and atherosclerosis. Unbound MEDLINE | Cannabinoids and atherosclerosis. Journal article abstract
AUTISM
Autism and Medical Marijuana Autism and Medical Marijuana
THE SAM PROJECT: James D. AAMC patient: James D.
Medical marijuana: a valuable treatment for autism? Medical Marijuana: A Valuable Treatment for Autism?
Sam’s Story: Using Medical Cannabis to Treat Autism Spectrum Disorder Using Medical Cannabis to Treat Autism Spectrum Disorder: Sam’s Story
Mom: Medical marijuana saved son’s life Medical marijuana used to treat 10-year-old autistic boy – 8/29/09 – Los Angeles-Southern California-LA Breaking News, Weather, Traffic, Sports – abc7.com
Sam’s Story: Medical Marijuana and Autism http://www.ktla.com/news/landing/ktl…,1396115.story
Granny Storm Crow's MMJ Referenzliste 2010 http://boards.cannabis.com/medicinal-cannabis-health/179526-granny-storm-crows-mmj-reference-list-2010-a.html Diese Seite ins Deutsche übersetzen Granny Storm Crow's MMJ Reference List- 2010 How this list came about- "If the truth won't do, then something is wrong!" Those were the furious words of my grandfather to my Mother. I had walked in from joyfully stuffing my face with red raspberries in the garden, straight into "war zone"! My gentle grandfather in a fury, his hand raised! Mom was just beginning to shrink back away from him. They saw me and quickly sent me away. But it was too late, the scene and the words were seared into my 5-year-old brain. That was over 55 years ago, but I still remember it clearly. My grandfather was a minister, one very short step away from God in my young mind. It was one of those life changing moments. It is still rare for me to tell a lie. I never found out what my Mother's lie was. As I child, I suffered a traumatic head injury. Another child tried to murder me with a hammer. I was left with frequent migraines. At 19, like many rebellious teens, I tried cannabis. It took about a year for me to make the connection between using cannabis and the absence of my normally frequent migraines. I have used cannabis ever since. I am an avid reader. While perusing an old book on herbal medicine, I read how the little old ladies of Mexico made and used a cannabis/tequila rub on their arthritic hands. Then I met Joey, an epileptic musician. He told me another interesting fact- when he had pot he could cut his medication in half! On a camping trip years later, I smelled an unmistakable odor. Following my nose, I was totally shocked to find a grandmotherly lady in her 70s puffing away on a delicate oriental pipe. "Parkinson's. And the pot's way cheaper than the pills!" Her nephew kept her well supplied, she said. We had a nice chat about various medical uses of cannabis. Epilepsy, Parkinson's, arthritis, and my migraines! What else was it good for? Yet every news article on cannabis that I saw, claimed one new horror after another. Men grew breasts and were impotent. Women became sterile, or miscarried. It made you crazy and murderous. Made you lazy and do nothing. It caused cancer and heart attacks...What I had learned on my own and from others and what I was being told in the press were so different! What was the truth? I began researching. I printed the first studies up and kept them in a notebook, just as a personal reference. The notebook quickly filled. I started a Word file of the URLs and on July 30 2007, I posted it. It continues to grow. Here's some of what I have found. All I've done is copy the URLs, then put them all in some semblance order for everyone to use as a reference. Please feel free to share this list with anyone who could benefit from it. ##########################Granny Storm Crow's MMJ Reference List It Is Time for Marijuana to Be Reclassified as Something Other Than a Schedule I Drug
It Is Time for Marijuana to Be Reclassified as Something Other Than a Schedule I Drug ADD/ ADHD Marijuana and ADD Therapeutic uses of Medical Marijuana in the treatment of ADD
Therapeutic uses of Medical Marijuana in the treatment of Attention Deficit Disorder Cannabis as a medical treatment for attention deficit disorder
Cannabis as a medical treatment for attention deficit disorder - File psychiatry/psychology - Hemp and Medicine - Welcome to www.hemp-info.ch! The specialist for hemp (Cannabis) in Switzerland Cannabinoids effective in animal model of hyperactivity disorder
International Association for Cannabis as Medicine Cannabis 'Scrips to Calm Kids?
FOXNews.com - Cannabis 'Scrips to Calm Kids? - Politics | Republican Party | Democratic Party | Political Spectrum Science: THC normalized impaired psychomotor performance and mood in a patient with hyperactivity disorder
International Association for Cannabis as Medicine Cannabis Improves Symptoms of ADHD
http://www.cannabis-med.org/english/..._2008_01_1.pdf Fitness to drive in spite (because) of THC
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Recipe For Trouble - 48 Hours - CBS News Why I Give My 9-year-old Pot
Why I am giving marijuana to my 9-year-old autistic son. ADDICTION RISK- PHYSICAL Women's Guide to the UofC
Women's Guide to the UofC Cannabis Basics
Erowid Cannabis Vault: Basics 10 Things Every Parent, Teenager & Teacher Should Know About Marijuana (4th Question)
Erowid Psychoactive Vaults Marijuana Myths, Claim No. 9
Erowid Cannabis Vault : Exposing Marijuana Myths Excerpt from the Merck Manual
Excerpt from the Merck Manual Relative Addictiveness of Various Substances
Relative Addictiveness of Various Substances Study of 4000 indicates marijuana discourages use of hard drugs.
Study of 4000 indicates marijuana discourages use of hard drugs. Long term marijuana users seeking medical cannabis in California (2001–2007): demographics, social characteristics, patterns of cannabis and other drug use of 4117 applicants
Harm Reduction Journal | Full text | Long term marijuana users seeking medical cannabis in California (2001-2007): demographics, social characteristics, patterns of cannabis and other drug use of 4117 applicants The Surprising Effect Of Marijuana On Morphine Dependence
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Role of cannabinoid receptors in alcohol abuse, study Cannabidiol, Antioxidants, and Diuretics in Reversing Binge Ethanol-Induced Neurotoxicity
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CCRMG The endocannabinoid signaling system: a potential target for next-generation therapeutics for alcoholism
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Maternal Marijuana use not Associated with Psychotic Symptoms , but Alcohol is ALLERGIES TO CANNABIS Sensitization and Allergy to Cannabis sativa Leaves in a Population of Tomato Sensitized Patients.
Sensitization and Allergy to Cannabis sativa Leaves in a Population of Tomato (Lycopersicon esculentum)-Sensitized Patients. Allergic rhinoconjunctivitis caused by Cannabis sativa pollen
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Allergic Skin Test Reactivity to Marijuana in the Southwest Marijuana smoking and fungal sensitization.
Marijuana smoking and fungal sensitization. [J Allergy Clin Immunol. 1983] - PubMed result ALS Cannabinol delays symptom onset
Cannabinol delays symptom onset in SOD1 (G93A) tra... [Amyotroph Lateral Scler Other Motor Neuron Disord. 2005] - PubMed result Marijuana in the management of amyotrophic lateral sclerosis (may need free registration)
Marijuana in the management of amyotrophic lateral sclerosis. Cannabis use in patients with amyotrophic lateral sclerosis. (may need free registration)
Survey of cannabis use in patients with amyotrophic lateral sclerosis. Cannabis' Potential Exciting Researchers in Treatment of ALS, Parkinson's Disease
http://www.illinoisnorml.org/index2....o_pdf=1&id=104 ALZHEIMER'S MARIJUANA SLOWS ALZHEIMER'S DECLINE
Europe: Study: Marijuana Slows Alzheimer's Decline Marijuana may block Alzheimer's
BBC NEWS | Health | Marijuana may block Alzheimer's Prevention of Alzheimer's Disease Pathology by Cannabinoids
Prevention of Alzheimer's Disease Pathology by Cannabinoids: Neuroprotection Mediated by Blockade of Microglial Activation -- Ramírez et al. 25 (8): 1904 -- Journal of Neuroscience Marijuana's Active Ingredient Shown to Inhibit Primary Marker of Alzheimer's Disease
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Clinical Studies and Case Reports Open-label study of Dronabinol in the treatment of refractory agitation in Alzheimer’s disease
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Cannabinoid receptor stimulation is anti-inflammat... [Neurobiol Aging. 2008] - PubMed result Alzheimer's disease; taking the edge off with cannabinoids?
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Cannabis Compounds Reduce Multi-Drug Resistant Infections Biologically Active Cannabinoids from High-Potency Cannabis sativa.
Unbound MEDLINE | Biologically Active Cannabinoids from High-Potency Cannabis sativa. Journal article abstract Antibacterial preparation from hemp (Cannabis sativa) (1958)
ChemPort Reference Linking Service Hemp (Cannabis sativa)-an antibiotic drug. II. Methods and results of bacteriological investigations and preliminary clinical experiences (1958)
ChemPort Reference Linking Service Characterization and antimicrobial activity of essential oils of industrial hemp varieties (Cannabis sativa L.).
Characterization and antimicrobial activity of ess... [Fitoterapia. 2009] - PubMed result ANTI-FUNGAL Biologically Active Cannabinoids from High-Potency Cannabis sativa.
Unbound MEDLINE | Biologically Active Cannabinoids from High-Potency Cannabis sativa. Journal article abstract ANTI-INFLAMMATORY PROPERTIES ANALGESIC AND ANTIINFLAMMATORY ACTIVITY OF CONSTITUENTS OF CANNABIS SATIVA L. (1988)
Analgesic and Anti-Inflammatory Activity of Constituents of Cannabis Sativa Why Cannabis Stems Inflammation
Why Cannabis Stems Inflammation Cannabidiol decreases bone resorption by inhibiting RANK/RANKL expression and pro-inflammatory cytokines during experimental periodontitis in rats.
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Cannabidiol in vivo blunts β-amyloid induced neuroinflammation by suppressing IL-1β and iNOS expression Cannabidiol displays unexpectedly high potency as an antagonist of CB1 and CB2 receptor agonists in vitro
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Cannabinoids, endocannabinoids, and related analog... [AAPS J. 2009] - PubMed result ANTI- OXIDANT PROPERTIES US Patent 6630507 - Cannabinoids as antioxidants and neuroprotectants
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Brazilian Journal of Medical and Biological Research - Cannabidiol, a Cannabis sativa constituent, as an antipsychotic drug The association between anxiety and alcohol versus cannabis abuse disorders among adolescents in primary care settings
The association between anxiety and alcohol versus cannabis abuse disorders among adolescents in primary care settings -- Low et al. 25 (5): 321 -- Family Practice The efficacy and safety of nabilone (a synthetic cannabinoid) in the treatment of anxiety
Clinical Studies and Case Reports. Cannabidiol as an antipsychotic. A double-blind, controlled clinical trial on cannabidiol vs. amisulpride in acute schizophrenia.
Clinical Studies and Case Reports Single-dose study of nabilone in anxious volunteers.
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Unbound MEDLINE | Opposite Effects of Delta-9-Tetrahydrocannabinol and Cannabidiol on Human Brain Function and Psychopathology. Journal article APPETITE STIMULANT Dronabinol an effective appetite stimulant?
Clinical Studies and Case Reports THC improves appetite and reverses weight loss in AIDS patients
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Clinical Studies and Case Reports Dronabinol and marijuana in HIV-positive marijuana smokers: caloric intake, mood, and sleep.
Clinical Studies and Case Reports The synthetic cannabinoid nabilone improves pain and symptom management in cancer patients
Clinical Studies and Case Reports Dronabinol for supportive therapy in patients with malignant melanoma and liver metastases
Clinical Studies and Case Reports Safety and efficacy of dronabinol in the treatment of agitation in patients with Alzheimer’s disease
Clinical Studies and Case Reports The perceived effects of smoked cannabis on patients with multiple sclerosis.
Clinical Studies and Case Reports Effects of dronabinol on anorexia and disturbed behavior in patients with Alzheimer's disease
Clinical Studies and Case Reports Dronabinol as a treatment for anorexia associated with weight loss in patients with AIDS.
Clinical Studies and Case Reports Delta-9-tetrahydrocannabinol for appetite stimulation in cancer-associated anorexia
Clinical Studies and Case Reports Effect of dronabinol on nutritional status in HIV infection.
Clinical Studies and Case Reports Dronabinol stimulates appetite and causes weight gain in HIV patients.
Clinical Studies and Case Reports Dronabinol effects on weight in patients with HIV infection.
Clinical Studies and Case Reports Recent clinical experience with dronabinol.
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Therapie
14
Okt
2009
Am 30.09. startete der Deutsch Hanfverband (DHV) einen Protestmailer, um die FDP aufzufordern, im Zuge der Koalitionsverhandlungen ein Ende der Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten durchzusetzen.
Wir haben an der Aktion teilgenommen. Der Schriftverkehr daraus im Folgenden:
fdp-point [at] fdp [dot] de schrieb:
Sehr geehrter Herr Einsle,
vielen Dank für Ihre Zuschrift. In Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen um die Legalisierung von Cannabis . Die in der Öffentlichkeit oft geäußerte völlige Unbedenklichkeit des Hanfkonsums entspricht jedoch nicht den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Experten warnen insbesondere, dass Cannabis immer stärker und immer giftiger wird und nicht mehr vergleichbar ist mit der Substanz der so genannten Hippie-Droge der 70er Jahre. Der THC –Gehalt ist im Laufe der Jahre stetig gestiegen. Beispielsweise weisen Experten auf die Gefahr von schizophrenen Psychosen hin. Der Konsum von Cannabisprodukten ist eng mit dem Jugend- bzw. jungen Erwachsenenalter verknüpft. Untersuchungen zeigen, dass fast jeder Zweite in der Altersgruppe der 18- bis 20jährigen Erfahrungen mit Hanf hat. Wenn auch der Großteil der Jugendlichen nur selten Cannabis raucht oder der Konsum später beendet wird, wächst die Zahl derjenigen, die exzessiv konsumieren. Gerade für Kinder und Jugendliche ist die Gefahr von lebenslangen gesundheitlichen Schäden hoch. Nach aktuellem Forschungsstand kann davon ausgegangen werden, dass etwa 10 bis 15 % aller Konsumenten und Konsumentinnen nach internationalen Diagnosestandards einen abhängigen Cannabiskonsum aufweisen. Cannabiskonsumenten rauchen zudem häufiger Zigaretten und haben eine durchschnittlich größere Affinität zum exzessiven Alkoholkonsum. Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse wird eine Legalisierung der so genannten weichen Drogen abgelehnt.
Allerdings hält die FDP den Weg, den Gelegenheitskonsumenten zu entkriminalisieren, für richtig. Es gilt angemessen und verhältnismäßig auf die Tatsache zu reagieren, dass das gelegentliche Rauchen eines Joints ein gesellschaftliches Phänomen ist, das nicht repressiv und mit aller Staatsmacht angegangen werden muss. Hier muss nach praktikablen Lösungen gesucht werden, die auch die Behörden und Gerichte so gering wie möglich belasten.
Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Gefahren, die entstehen, sobald aus dem gelegentlichen Konsum ein Dauerkonsum wird und die Konsumenten keine Erwachsenen sondern Kinder sind, verlangen eine Intensivierung der Aufklärungsarbeit. Vor allem in Zeiten, in denen der Cannabiskonsum gerade bei Kindern und Jugendlichen besorgniserregend ansteigt. Daher setzt sich die FDP-Bundestagsfraktion dafür ein, dass zudem bereits bestehende Präventionsmaßnahmen – beispielsweise der BzgA – und weitere effektive suchtspezifische Hilfsangebote und zielgruppenspezifische Präventionsansätze ausgebaut werden. Eine liberale Sucht- und Drogenpolitik setzt stärker auf Prävention als auf Repression. Das gilt auch für Cannabis.
Mit freundlichen Grüßen
Tonja Kuhn FDP-Info-Point
FDP-Bundesgeschäftsstelle Thomas-Dehler-Haus FDP-Info-Point Reinhardtstr. 14 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.00 – 20.00 Uhr
Tel. (030) 28 49 58 0 Fax (030) 28 49 58 22
fdp-point [at] fdp [dot] de www.fdp.de
P.S.: "Deutschland kann es besser. Stärken Sie uns, damit wir Sie stärken können: Mehr unter: mitmachen.fdp.de"
Sehr geehrte Frau Kuhn,
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Am 30.09. startete der Deutsch Hanfverband (DHV) einen Protestmailer, um die FDP aufzufordern, im Zuge der Koalitionsverhandlungen ein Ende der Strafverfolgung von Cannabiskonsumenten durchzusetzen. Wir haben an der Aktion teilgenommen. Der Schriftverkehr daraus im Folgenden: fdp-point@fdp.de schrieb: Sehr geehrter Herr Einsle, vielen Dank für Ihre Zuschrift. In Deutschland gibt es immer wieder Diskussionen um die Legalisierung von Cannabis. Die in der Öffentlichkeit oft geäußerte völlige Unbedenklichkeit des Hanfkonsums entspricht jedoch nicht den vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnissen. Experten warnen insbesondere, dass Cannabis immer stärker und immer giftiger wird und nicht mehr vergleichbar ist mit der Substanz der so genannten Hippie-Droge der 70er Jahre. Der THC–Gehalt ist im Laufe der Jahre stetig gestiegen. Beispielsweise weisen Experten auf die Gefahr von schizophrenen Psychosen hin. Der Konsum von Cannabisprodukten ist eng mit dem Jugend- bzw. jungen Erwachsenenalter verknüpft. Untersuchungen zeigen, dass fast jeder Zweite in der Altersgruppe der 18- bis 20jährigen Erfahrungen mit Hanf hat. Wenn auch der Großteil der Jugendlichen nur selten Cannabis raucht oder der Konsum später beendet wird, wächst die Zahl derjenigen, die exzessiv konsumieren. Gerade für Kinder und Jugendliche ist die Gefahr von lebenslangen gesundheitlichen Schäden hoch. Nach aktuellem Forschungsstand kann davon ausgegangen werden, dass etwa 10 bis 15 % aller Konsumenten und Konsumentinnen nach internationalen Diagnosestandards einen abhängigen Cannabiskonsum aufweisen. Cannabiskonsumenten rauchen zudem häufiger Zigaretten und haben eine durchschnittlich größere Affinität zum exzessiven Alkoholkonsum. Vor dem Hintergrund der wissenschaftlichen Erkenntnisse wird eine Legalisierung der so genannten weichen Drogen abgelehnt. Allerdings hält die FDP den Weg, den Gelegenheitskonsumenten zu entkriminalisieren, für richtig. Es gilt angemessen und verhältnismäßig auf die Tatsache zu reagieren, dass das gelegentliche Rauchen eines Joints ein gesellschaftliches Phänomen ist, das nicht repressiv und mit aller Staatsmacht angegangen werden muss. Hier muss nach praktikablen Lösungen gesucht werden, die auch die Behörden und Gerichte so gering wie möglich belasten. Die gesundheitlichen und gesellschaftlichen Gefahren, die entstehen, sobald aus dem gelegentlichen Konsum ein Dauerkonsum wird und die Konsumenten keine Erwachsenen sondern Kinder sind, verlangen eine Intensivierung der Aufklärungsarbeit. Vor allem in Zeiten, in denen der Cannabiskonsum gerade bei Kindern und Jugendlichen besorgniserregend ansteigt. Daher setzt sich die FDP-Bundestagsfraktion dafür ein, dass zudem bereits bestehende Präventionsmaßnahmen – beispielsweise der BzgA – und weitere effektive suchtspezifische Hilfsangebote und zielgruppenspezifische Präventionsansätze ausgebaut werden.
Eine liberale Sucht- und Drogenpolitik setzt stärker auf Prävention als auf Repression. Das gilt auch für Cannabis. Mit freundlichen Grüßen Tonja Kuhn
FDP-Info-Point FDP-Bundesgeschäftsstelle
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10117 Berlin Öffnungszeiten: Mo-Fr 8.00 - 20.00 Uhr Tel. (030) 28 49 58 0
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www.fdp.de P.S.: "Deutschland kann es besser. Stärken Sie uns, damit wir Sie stärken können: Mehr unter: mitmachen.fdp.de" Sehr geehrte Frau Kuhn, vielen Dank für Ihre prompte Antwort. Als langjähriger Patient und Cannabisnutzer - inzwischen legal in Form des halbsynthetisch hergestellten, aber für viele unerschwinglich teuren Rezepturarzneimittels "Dronabinol" - und als ein Sprecher des Selbsthilfenetzwerks Cannabis Medizin (SCM) stehen für mich die medizinischen Belange hinsichtlich Cannabis klar im Vordergrund. Da wir jedoch auch immer wieder mit all den Argumenten wie Jugendschutz etc. gegen eine medizinische (!) Cannabisnutzung konfrontiert werden, möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, auch bzgl. Cannabis im Allgemeinen einige Punkte aufzugreifen. Denn einerseits teile ich durchaus Ihre Bedenken bzgl. des Trugbildes einer völligen Unbedenklichkeit des Hanfkonsums, insbesondere unter Jugendlichen, sehe aber andererseits anhand Ihrer Antwort auch erheblichen Aufklärungsbedarf in den Reihen der FDP. "Cannabis wird immer giftiger" Sie schreiben, Cannabis werde "immer giftiger", obwohl gerade Cannabinoide als nicht toxisch gelten. Die insb. von populistichen Medien gerne gewählte Bezeichnung "Rauschgift" für Cannabis ist daher völlig unangebracht, und erzeugt möglicherweise auch in Ihrer Partei ein völlig falsches Bild. Eine Toxizität ist bei Cannabis allenfalls dadurch gegeben, dass in den letzten Jahren durch profitgierige Händler vermehrt Cannabis mit Fremdstoffen gestreckt wird, darunter feinste Glassplitter, Blei und Kunststoff - Gefahren, die durch die Erlaubnis zum Eigenanbau weniger Pflanzen für den Eigenbedarf völlig eliminiert werden könnte. Ein echtes Rausch- und Nervengift wurde dagegen völlig ungestraft bis vor wenigen Tagen in Großmengen unter Erzielung hoher Gewinne auf dem Münchner Oktoberfest ausgeschenkt! "Cannabis wird immer stärker" Auch das Zerrbild vom "immer stärker werdenden Gras" kann ich nicht so stehen lassen. Wie in jedem Bereich der Wirtschaft - gerade hier besitzt ja die FDP besondere Kompetenz - wird selbstverständlich eine Rationalisierung und eine damit verbundene Gewinnmaximierung angestrebt, so dass bzgl. Cannabis mitunter ertragreiche Sorten und ausgeklügelte Anbaumethoden zum Einsatz kommen. Abgesehen davon, dass Cannabis mit einem THC-Gehalt von 20% in der Praxis so gut wie nicht erhältlich ist, und der Steigerung des Wirkstoffgehalts natürliche Grenzen gesetzt sind - schließlich beansprucht die eigentliche Pflanze einen erheblichen Anteil an Biomasse, ohne die sie nicht existieren kann - sollte Ihnen doch klar sein, dass der Rationalisierungsvorteil NICHT an den Konsumenten weitergereicht wird: Cannabis mit hohem Gehalt wird selbstverständlich zu entsprechend hohen Schwarzmarktpreisen gehandelt. Konsumenten dosieren "gutes" Cannabis entsprechend niedriger - allein schon aus Kostengründen. Cannabis von heute bleibt daher durchaus vergleichbar mit Cannabis aus den 70er-Jahren! "Gefahr schizophrener Psychosen" Einen klaren, wissenschaftlichen Beleg für den Zusammenhang zwischen Cannabiskonsum und dem Auftreten von Psychosen kann ich nicht finden. Sie schreiben selbst, dass fast jeder zweite Jugendliche Erfahrung mit Cannabis hat. Würde ein signifikantes Risiko einer Psychose durch Cannabiskonsum bestehen, müsste sich dies an einem überaus signifikanten Anteil von Jugendlichen, die eine Psychose erleiden, widerspiegeln. Und selbst dann stellt sich die Frage nach der Henne und dem Ei: wer war zuerst da, die Veranlagung zur Psychose, oder der Cannabiskonsum? Im Übrigen: gerade wenn Sie um den Schutz der Jugend bemüht sind: bitte sehen sie sich an, welche Dimensionen der Alkoholmissbrauch während der letzten Jahre gerade unter Jugendlichen angenommen hat! Sicher ist Ihnen der Begriff der Alkoholpsychose nicht unbekannt. Warum wird dieses Risiko bei Alkohol ignoriert, bei Cannabis dagegen hochgespielt? Keine Droge ist frei von Risiken, auch Cannabis nicht, aber mit Verlaub: mir scheint, dass die gefürchtete "Cannabispsychose" viel mehr als Scheinargument benutzt wird, wenn alle anderen logischen Argumente versagen. Entkriminalisierung des Gelegenheitskonsums Ihr Bestreben der Entkriminalisierung gelegentlichen Cannabiskonsums begrüße ich, würde jedoch gerne mehr über Ihren Weg dorthin erfahren.
Gegenwärtig wird Erwachsenen wie Jugendlichen dadurch "geholfen", dass sie wie Verbrecher behandelt und zu Geld- und/oder Freiheitsstrafen verurteilt werden: Sie verlieren Ihren Führerschein oder erhalten eine Führerscheinsperre, und zwar unabhängig davon, ob überhaupt jemals unter Cannabiseinfluss gefahren wurde. Durch die Verurteilung als Verbrecher verlieren sie ihren Job, bzw. verlieren durch die eingetragene Vorstrafe jede Chance, jemals einem vernünftigen Job nachgehen zu können. Selbst Patienten, die Cannabis aus medizinischen Gründen verwenden MÜSSEN, bleiben nicht vor Strafverfolgung verschont, sondern werden ohne Rücksicht auf Verluste in entwürdigender Weise durch die Justiz gequält und kaputt gemacht. Und dies alles "im Namen des Volkes"?! Langsam schäme ich mich, Bürger dieses Landes zu sein. Wir reagieren empört darauf, wenn sich Frau Ramelow weigert, die ehemalige DDR als Unrechtsstaat zu bezeichnen, und kehren dabei einfach unter den Teppich, mit welcher Willkür und Unverhältnismäßigkeit sich unser sogenannter "Rechtsstaat" an einem nicht unerheblichen Teil der eigenen Bürger austobt?! Dies kann weder im Interesse des Staates noch Ihrer Partei liegen! Bitte teilen Sie mir mehr über Ihre konkreten Maßnahmen mit, die zur angestrebten Entkriminalisierung führen sollen, insbesondere auch hinsichtlich des medizinischen Gebrauchs durch Patienten. Diese e-mail wird auf unserem Internet-Blog http://blog.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de veröffentlicht. Gerne stehe wir Ihnen für Rückfragen jederzeit zur Verfügung, und verbleiben mit freundlichen Grüßen i.A. Markus Einsle
Sprecher Selbsthilfenetzwerk Cannabis Medizin -- Cannabis ist Medizin - stoppt die Kriminalisierung von Patienten! http://blog.selbsthilfenetzwerk-cannabis-medizin.de
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Zigarette
30
Aug
2009
Diese ungewöhnliche und an längst vergangene Zeiten und Verirrungen medizinischer „Experten“ erinnernde Frage würden wir – die Patienten des Selbsthilfenetzwerks Cannabis als Medizin (SCM ) – gerne Frau Vanessa von Blumenstein stellen, die den Artikel „Cannabis: Rauschgift auf Rezept? “ auf der Website der Apotheken-Rundschau verfasst hat.
Während der Artikel einigermaßen sachlich die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten von Cannabinoiden schildert, ist Frau von Blumenstein leider nicht in der Lage, Fakten von längst widerlegten Mythen und Klischees zu trennen.
„Rauschgift auf Rezept“
Ein Gift, so weiß jedes Kind, tötet den, der es konsumiert. Doch gerade bei Cannabis handelt es sich um eine Substanz, die – im Gegensatz zu vielen konventionellen Medikamenten – nicht toxisch wirkt. Eine Überdosierung mit gesundheitsschädlichen Folgen ist bei verantwortungsbewusster Einnahme praktisch nicht möglich, darüber hinaus konnte eine Letaldosis von THC noch nie ermittelt werden.
Auch sollte es wenig verwunderlich sein, dass Betäubungsmittel , so der an dieser Stelle (vermisste) korrekte Ausdruck, ärztlich verordnet werden können. Hierzu gibt es das schon seit langem in Deutschland etablierte BTM-Rezept , mit Hilfe dessen jeder Arzt entsprechend eingestufte Substanzen verordnen kann. Dazu zählen u.a. die Gruppen der Opiate und Opioide. Wer aber, der sich nicht zu den ewig Gestrigen zählen möchte, würde ärztlich verordnete und von der Apotheke abgegebene Opioide heutzutage noch als „Rauschgift“ bezeichnen?
Dronabinol kann daher bereits seit 1998 auf Rezept verordnet werden kann. Man sollte vielmehr eruieren, weshalb es vielen Patienten noch immer so schwer gemacht wird, dieses äußerst wirksame Medikament zu erhalten – oder Fragen stellen, weshalb eine schwerstkranke Ute Köhler aus Thüringen bereits seit 8 Jahren um die Erstattung dieses Medikamentes ringen muss. Denn wie die Autorin richtig bemerkt, erstatten die gesetzlichen Krankenkassen – im Gegensatz zu einigen privaten Kassen – die Kosten für das Medikament (ca. 400€ für 500mg Wirkstoff) in den meisten Fällen nicht, was das hierzulande noch immer praktizierte Zwei-Klassen-Patienten-System offensichtlich macht. Für Versicherte der GKV bedeutet diese Situation immer noch die unzumutbare Wahl zwischen Illegalität und Schmerz.
„Die gefährliche Einstiegsdroge Cannabis“
Die Verwendung der unsäglichen Bezeichnung „Einstiegsdroge“ in diesem Zusammenhang zeugt ebenfalls von dürftigem Hintergrundwissen: diverse Studien und Gutachten kommen bereits seit geraumer Zeit zu dem Ergebnis, dass der These der „Einstiegsdroge Cannabis“ jegliche Grundlage fehlt. Dies wird ebenfalls offiziell von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bestätigt.
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Diese ungewöhnliche und an längst vergangene Zeiten und Verirrungen medizinischer „Experten“ erinnernde Frage würden wir – die Patienten des Selbsthilfenetzwerks Cannabis als Medizin (SCM) - gerne Frau Vanessa von Blumenstein stellen, die den Artikel „Cannabis: Rauschgift auf Rezept?“ auf der Website der Apotheken-Rundschau verfasst hat. Während der Artikel einigermaßen sachlich die medizinischen Anwendungsmöglichkeiten von Cannabinoiden schildert, ist Frau von Blumenstein leider nicht in der Lage, Fakten von längst widerlegten Mythen und Klischees zu trennen. „Rauschgift auf Rezept“ Ein Gift, so weiß jedes Kind, tötet den, der es konsumiert. Doch gerade bei Cannabis handelt es sich um eine Substanz, die – im Gegensatz zu vielen konventionellen Medikamenten – nicht toxisch wirkt. Eine Überdosierung mit gesundheitsschädlichen Folgen ist bei verantwortungsbewusster Einnahme praktisch nicht möglich, darüber hinaus konnte eine Letaldosis von THC noch nie ermittelt werden. Auch sollte es wenig verwunderlich sein, dass Betäubungsmittel, so der an dieser Stelle (vermisste) korrekte Ausdruck, ärztlich verordnet werden können. Hierzu gibt es das schon seit langem in Deutschland etablierte BTM-Rezept, mit Hilfe dessen jeder Arzt entsprechend eingestufte Substanzen verordnen kann. Dazu zählen u.a. die Gruppen der Opiate und Opioide. Wer aber, der sich nicht zu den ewig Gestrigen zählen möchte, würde ärztlich verordnete und von der Apotheke abgegebene Opioide heutzutage noch als „Rauschgift“ bezeichnen? Dronabinol kann daher bereits seit 1998 auf Rezept verordnet werden kann. Man sollte vielmehr eruieren, weshalb es vielen Patienten noch immer so schwer gemacht wird, dieses äußerst wirksame Medikament zu erhalten - oder Fragen stellen, weshalb eine schwerstkranke Ute Köhler aus Thüringen bereits seit 8 Jahren um die Erstattung dieses Medikamentes ringen muss. Denn wie die Autorin richtig bemerkt, erstatten die gesetzlichen Krankenkassen - im Gegensatz zu einigen privaten Kassen - die Kosten für das Medikament (ca. 400€ für 500mg Wirkstoff) in den meisten Fällen nicht, was das hierzulande noch immer praktizierte Zwei-Klassen-Patienten-System offensichtlich macht. Für Versicherte der GKV bedeutet diese Situation immer noch die unzumutbare Wahl zwischen Illegalität und Schmerz. „Die gefährliche Einstiegsdroge Cannabis“ Die Verwendung der unsäglichen Bezeichnung „Einstiegsdroge“ in diesem Zusammenhang zeugt ebenfalls von dürftigem Hintergrundwissen: diverse Studien und Gutachten kommen bereits seit geraumer Zeit zu dem Ergebnis, dass der These der „Einstiegsdroge Cannabis“ jegliche Grundlage fehlt. Dies wird ebenfalls offiziell von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) bestätigt. Wer also nach Einstiegsdrogen sucht, sollte lieber Jugendliche und ihren Umgang mit Alkohol und Nikotin beobachten. Beide Substanzen sind tatsächliche Gifte, die eine starke Abhängigkeit erzeugen und nicht selten zum Tode führen. Laut Angaben des Drogen- und Suchtberichts 2008 der Bundesregierung sind davon jährlich etwa 140.000 (in Worten: einhundertvierzigtausend!) Personen betroffen. Ein Versterben durch die Einnahme von Cannabis ist dahingegen nicht bekannt. „Krebs durch Cannabisrauch“ Selbst wenn Cannabisrauch schädlicher als Tabakrauch wäre: während ein Tabakraucher nicht selten ein bis zwei Schachteln Zigaretten pro Tag inhaliert, ist es höchst unwahrscheinlich, dass Cannabiskonsumenten 20 - 40 Joints am Tag rauchen. Dazu kommt, dass das Rauchen eines Joints nur eine von vielen Konsumformen ist, die überdies i.d.R. von Nichtrauchern abgelehnt wird. Gerade für den medizinischen Gebrauch empfiehlt sich daher die rauchfreie, orale Einnahme oder die weitgehend schadstofffreie Inhalation mit Hilfe eines sog. Vaporizers. Krebsfrei, versteht sich. „Impotenz durch Cannabiskonsum“ Dem Cannabis wurden seit Mitte des letzen Jahrhunderts diverse negative Eigenschaften angedichtet: einmal machte Cannabis lethargisch, ein anderes Mal aggressiv. Einst wollte man männliche „Cannabissüchtige am irren Blick und an den Spermaflecken auf der Hose erkennen“ können, dann wiederum gab Harry J. Anslinger, der Urheber der Cannabisprohibiton, Cannabis die Schuld daran, dass weiße Frauen von Schwarzen, Mexikanern und männlichen Vertretern anderen Minderheiten vergewaltigt würden. Uns wundert angesichts dieses hanebüchenen Hysteriegeschreis nun doch, die These, Cannabis mache impotent, ausgerechnet in der „zeitgemäßen“ Apotheken-Umschau zu finden? Liebe Frau Vanessa von Blumenstein, möglicherweise fehlen Ihnen oder auch der Chef-Redaktion des genannten Blattes die ein oder andere fundierte Hintergrundinformation zur Abfassung eines in Bezug auf „Cannabis als Medizin“ wirklich sachgerechten Artikels. Sie machen sich mit dieser Räuberpistole „Rauschgift auf Rezept?“ lächerlich bei erfahrenen Patienten, kompetenten Ärzten und ernsthaften Wissenschaftlern. Wir, die Cannabismedizin gebrauchenden Patienten, empfinden es als überaus bedenklich, im Jahre 2009 noch über derlei unzeitgemäßen Unsinn verunglimpft zu werden, der ähnlich absurd ist wie die These, Onanieren verursache Rückenmarksschäden. Ein vielgelesenes Informationsblatt wie die Apotheken-Umschau sollte eigentlich fachlich fundierte und sachliche Aufklärung verbreiten. Was Sie hier abgeliefert haben, erinnert uns stellenweise - mit Verlaub - eher an irrationale Hetzkampagnen aus frühen Prohibitionszeiten. Für ein Blatt, welches von seiner Leserschaft ernst genommen werden möchte, ist dies ein echtes Armutszeugnis, welches das Papier nicht wert ist, auf dem diese Sachkenntnis entbehrende - und fast schon diskriminierende - Wahrnehmungsverzerrung verfasst wurde!
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Zigarette
19
Feb
2009
Eintrag unter | Kommentare deaktiviert
Über Cannabis kursieren leider sehr viele Gerüchte und Halbwahrheiten. Dies liegt vor allem an der Einstufung von Cannabis in die Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes, wodurch sein Status dem von harten Drogen wie Heroin gleichgesetzt wird.
Die Folge ist nicht nur ein hohes strafrechtliches Risiko für einen Konsumenten – egal ob zu medizinischen Zwecken oder nicht – es ist dadurch auch außerordentlich schwierig geworden, wissenschaftliche Forschung zum Thema zu betreiben, die mit langwierigen und teuren Genehmigungsverfahren und extremen Auflagen verbunden ist.
Wissenschaftliche Erkenntnisse über Cannabis liegen daher nur relativ spärlich vor. Nichts desto trotz verbreiten immer wieder "Experten" Statements über die Gefährlichkeit von Cannabis, obwohl auch sie aufgrund der rechtlichen Lage über kein fundierteres Wissen verfügen können.
Viele der immer wieder gleichen in den Medien aktiven "Experten" sind im Umfeld der Suchtprävention und -Therapie tätig, und verfügen somit über einschlägige Erfahrung. Gleichzeitig entsteht daraus aber auch ein Interessenskonflikt: ohne das Bild einer hochgefährlichen Droge entfällt auch die Grundlage für den wirtschaftlichen Aspekt der eigenen Tätigkeit.
Diese FAQ spiegelt die Erfahrung von Cannabis-Anwendern wieder, und geht auf die gängigsten Gerüchte über Cannabis ein, in der Hoffnung, etwas Licht ins Dunkel zu bringen.
"Alle Drogen sind schlimm und gehören verboten"
Abgesehen davon, dass selbst Kaffee und Tee zur Gruppe der Drogen zu zählen sind, handelt es sich bei Substanzen wie Alkohol, Cannabinoiden, Opioiden, Amphetaminen um völlig verschiedene Substanzen mit völlig unterschiedlichen Wirkungen, Suchtpotentialen, Gefahren etc.
Es entbehrt jeder Logik, all diese Substanzen über einen Kamm scheren zu wollen, zumal die beiden schlimmsten, und dabei sogar legalen Drogen Alkohol und Nikotin alleine in Deutschland jährlich 140.000 (Einhundertvierzigtausend!) Todesopfer fordern.
Alle illegalen Drogen zusammen verursachen jährlich ca. 1.500 Tote. Bei dieser Relation sollte sich für jeden mündigen Bürger die Frage stellen, ob der "War on Drugs" wirklich sachdienlich ist, oder ob er längst sein Ziel verfehlt hat.
"Cannabis ist heute viel gefährlicher als früher, weil heutige Sorten auf einen extrem hohen Wirkstoffgehalt hochgezüchtet wurden"
Durch optimale Anbaumethoden und geeignete Sorten ist heute ein höherer THC -Gehalt erreichbar als früher. Beim kursierenden Wert von 20% handelt es sich jedoch um ein utopisches Extrem. Realistisch sind 5-10%. Und natürlich: je höher der Wirkstoffgehalt, desto höher auch der Preis, zu dem das entsprechende Gras gehandelt wird.
Die Medien vergleichen früheres und heutiges Cannabis gelegentlich mit Bier und Schnaps, doch dieser Vergleich hinkt: während Bier aufgrund der Flüssigkeitsmenge nur langsam aufgenommen werden kann, besitzt der Wirkstoffgehalt von Cannabis für die Intensität des Rausches aufgrund der geringen benötigten Menge praktisch keine Relevanz. Es ist völlig egal, ob einem Joint 100mg zehnprozentiges, oder 250mg vierprozentiges Cannabis beigemengt wird.
"Cannabisrauch ist wesentlich schädlicher ist als Tabakrauch"
Cannabisrauch soll der Meinung mancher "Experten" 5 mal schädlicher als Tabakrauch sein. Unterschlagen wird dabei, dass ein Konsument – Extremfälle mal außen vor – aber wesentlich mehr Zigaretten als Joints pro Tag rauchen.
Organische Substanzen setzt bei ihrer Verbrennung schädliche Rauchgase frei – Cannabis ist da keine Ausnahme. Nicht berücksichtigt wird aber, dass Cannabis nicht zwingend als Joint konsumiert werden muss.
Bei der oralen Aufnahme ("Haschkekse") oder der Inhalation mittels einem Vaporizer , bei dem keine Verbrennung stattfindet, entstehen keine schädigenden Rauchgase!
"Cannabis macht süchtig"
Alles , was das Belohnungszentrum unseres Gehirns aktiviert, kann eine Sucht erzeugen, darunter Leistungssport, Schokolade und Sex.
Relevant für die Beurteilung einer Sucht ist die Intensität der Entzugserscheinungen beim Absetzen. Diese sind bei Cannabis – selbst bei starkem Konsum – in der Regel sehr milde ausgeprägt, und bei weitem nicht vergleichbar wie bei einem Nikotin- oder gar Alkoholentzug, und äußern sich ggf. in Unruhe und Schlafstörungen über wenige Tage hinweg.
Man muss sich vor Augen führen, dass ein unkontrollierter bzw. unbehandelter Entzug bei harten Drogen wie Heroin durchaus tödlich verlaufen kann!
"Die Statistik spricht eindeutige Zahlen bzgl. Cannabisabhängigen!"
Gelegentlich hört man von "Cannabissüchtigen", die sich im Zuge eines Strafverfahrens "freiwillig" in Therapie begeben – vermeintlich, weil sie ihr "Suchtproblem" eingesehen hätten.
Tatsächlich ist diese "freiwillige" Therapie regelmäßig eine Mittel, um vor Gericht das Strafmaß zu senken, und so z.B. eine Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe umzuwandeln. Eine Therapie findet dabei nicht wirklich statt – doch die "Therapierten" tauchen als "Cannabissüchtige" in der Statistik auf, aus der wiederum eine angeblich reale Suchtgefahr abgeleitet wird.
Natürlich gibt es auch Konsumenten, die unter einem wirklichen Suchtproblem leiden. Dieses beruht aber in den seltensten Fällen auf Cannabis allein, meist liegt ein Mischkonsum mit wesentlich übleren legalen wie illegalen BTM vor. Aber auch diese Fälle sind gutes Futter für die Statistik der "Cannabissüchtigen".
"Cannabis ruft bei Jugendliche schwere Entwicklungsschäden hervor"
Unbestritten dürfte sein, dass Jugendliche, die den Tag mit der Tüte beginnen und abends mit der Tüte beenden, und zwischendrin vor allem kiffen, in ihrer geistigen Entwicklung stark beeinträchtigt sind.
Dies sollte nicht all zu sehr verwundern: wer über lange Zeit die Realität völlig ausblendet, wird keine reale Entwicklung durchleben. Dies gilt gleichermaßen für den massiven Missbrauch aller Drogen (darunter Alkohol), und ist keine spezielle, schädigende Wirkung von Cannabis/THC an sich.
"Cannabiskonsumenten können an einer Überdosis sterben"
Es ist nahezu unmöglich, an einer Überdosis THC zu versterben, da die dazu nötige Menge nicht konsumierbar ist.
Indirekte Todesfälle sind allenfalls im Zusammenhang mit dem Vorliegen bestimmter Krankheiten denkbar (da Cannabis den Kreislauf belasten kann z.B. wenn der Konsument unter Herzproblemen leidet), wobei der eindeutige Nachweis des Zusammenhangs schwer zu erbringen ist.
Die Zahl der Todesopfer bezogen auf die jeweilige Droge kann im jährlichen Drogen- und Suchtbericht des Bunderministeriums für Gesundheit nachgelesen werden. Es gibt tatsächlich keine "Cannabistoten".
"Cannabiskonsumenten verblöden mit der Zeit"
Tatsächlich ist das Kurzzeitgedächtnis unter THC-Einfluss beeinträchtigt. Eine Beeinträchtigung darüber hinaus ist je nach Stärke und Häufigkeit der Konsums denkbar.
Leider entsprechen Studienergebnisse hierzu nicht selten dem Sollergebnis, mit dem die Studien beauftragt wurden, und so kommt es immer zu völlig verschiedenen Extrempositionen. Neutrale Studien gibt es kaum. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen.
Bei gemäßigtem Konsum ist nach unserer Erfahrung keine gravierende Beeinträchtigung zu erwarten.
"Cannabis kann Psychosen auslösen"
Einige Experten behauten, Psychosen stünden in direkter Relation mit Cannabiskonsum. Hier müsste man, um eine seriöse Aussage machen zu können, zum einen Trennen, ob der Konsument bereits vor dem Konsum an einer latenten Psychose litt, und Cannabis eine bestehende Psychose nur zum Vorschein brachte, oder ob es wirklich die Ursache darstellt.
Weiter wäre zu untersuchen, ob Menschen mit bestimmten psychischen Störungen einfach häufiger zu Betäubungsmitteln greifen. Alle Fälle würden das selbe statistische Endergebnis zur Folge haben, die Interpretationen wären jedoch völlig unterschiedlich.
Leider sind gezielte, aussagefähige Studien aufgrund betäubungsmittelrechtlicher Auflagen nur sehr schwer durchführbar und extrem teuer. Solange selbst wissenschaftliche Forschung durch geltendes Gesetz verhindert wird, sind seriöse Aussagen hierzu kaum zu erbringen.
"Cannabis wird doch längst rechtlich toleriert"
Dies ist leider ein Irrglaube. Es existiert für Cannabis lediglich der Begriff der "geringen Menge", die von Bundesland zu Bundesland verschieden hoch ist, und im unteren Grammbereich liegt. Besitzt ein Konsument weniger als diese "geringe Menge", kann ein Verfahren gegen ihn durch die Staatsanwaltschaft eingestellt werden.
Patienten benötigen jedoch i.d.R. größere Mengen als die "geringe Menge", weil sie zum einen krankheitsbedingt keine Möglichkeit haben, ständig einen Dealer aufzusuchen, geschweige denn mit solchen Personen überhaupt den Umgang pflegen wollen, und zum anderen, weil es durchaus sinnvoll ist, eine größere Menge Cannabis mit bekannten Eigenschaften vorrätig zu halten, so dass eine konstante Dosierbarkeit gewährleistet ist.
Bereits der Anbau einer einzigen Cannabispflanze führt i.d.R. bereits zur Überschreitung der geringen Menge. Der Besitzt von mehr als 7,5g THC (ca. 75-200g Cannabis) gilt strafrechtlich als Verbrechen, und stellt den Patienten damit auf die gleiche Stufe mit Mördern, Vergewaltigern und Kinderschändern.
"Cannabis ist eine gefährliche Einstiegsdroge"
Der Unterschied der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Drogen scheint auf dem rechtlichen Status der Substanzen zu beruhen: während Alkohol und Nikotin legalen Status genießen, und z.B. Alkoholkonsum zu bestimmten Anlässen zum guten Ton gehört, und als völlig normal und harmlos angesehen wird, wird Cannabis aufgrund seiner Illegalität mit Risiken und Gefahren assoziert. Wie irrational diese Wahrnehmung ist, belegen die 140.000 Todesopfer (Stand 2008) legaler Drogen pro Jahr!
Und dabei ist nicht Cannabis, sondern sind Alkohol und Nikotin wahrhaft gefährliche Einstiegsdrogen, die im Gegensatz zu Cannabis stark suchterzeugende und toxische Eigenschaften aufweisen, jedoch wesentlich einfacher beschaffbar sind, und gerade von Jugendlichen exzessiv und vielfach unkontrolliert konsumiert werden.
Leider hält sich die Theorie von der "Einstiegsdroge Cannabis" hartnäckig in den Köpfen verankert, und unterstellt, dass der Konsum von Cannabis zwangsläufig zum Konsum harter Drogen führen müsse. Angesichts der hohen Verbreitung von Cannabiskonsum in Deutschland müsste es in der Folge dieser Annahme viele Millionen Abhängige harter Drogen geben.
Dies bestätigt von offizieller Seite übrigens auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) !
"Cannabis macht impotent"
Cannabis wurden seit Mitte des letzen Jahrhunderts diverse negative Eigenschaften angedichtet: einmal machte Cannabis lethargisch, ein anderes Mal aggressiv. Einst wollte man männliche „Cannabissüchtige am irren Blick und an den Spermaflecken auf der Hose erkennen“ können, dann wiederum gab Harry J. Anslinger , der Urheber der Cannabisprohibiton, Cannabis die Schuld daran, dass weiße Frauen von Schwarzen, Mexikanern und männlichen Vertretern anderen Minderheiten vergewaltigt würden.
In der schier endlosen Reihe von Widersprüchen ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich darunter auch die Aussage findet, Cannabis mache impotent. Doch auch diese gehört – wie die Behauptung, onanieren schädige das Rückenmark – zu den Ammenmärchen , die verängstigen statt aufklären sollen, und jeglicher sachlichen Grundlage entbehren.
"Pflanzliches Cannabis ist für medizinische Zwecke nicht ausreichend genau dosierbar"
Der THC-Gehalt von Cannabis-Blütenständen variiert je nach Sorte und Anbaubedingungen typischerweise zwischen 5 und 10%. Da die medizinisch wirksame Dosis sehr vom Patienten, der Art der Erkrankung und dem momentanen Gesundheitszustand abhängt, gibt es auch bei standardisierten THC-Präparaten keine Dosieranweisungen, auf die ein Arzt zurückgreifen könnte.
Die Behandlung beginnt stets mit einer geringen Dosis, die schrittweise gesteigert wird, bis die gewünschte Wirkung erreicht ist. Die optimale Dosis ist auf diese Weise in der Regel innerhalb weniger Tage gefunden – unabhängig davon, ob der Wirkstoffgehalt zuvor bekannt war.
M.E.
Über Cannabis kursieren leider sehr viele Gerüchte und Halbwahrheiten. Dies liegt vor allem an der Einstufung von Cannabis in die Anlage I des Betäubungsmittelgesetzes, wodurch sein Status dem von harten Drogen wie Heroin gleichgesetzt wird. Die Folge ist nicht nur ein hohes strafrechtliches Risiko für einen Konsumenten - egal ob zu medizinischen Zwecken oder nicht - es ist dadurch auch außerordentlich schwierig geworden, wissenschaftliche Forschung zum Thema zu betreiben, die mit langwierigen und teuren Genehmigungsverfahren und extremen Auflagen verbunden ist. Wissenschaftliche Erkenntnisse über Cannabis liegen daher nur relativ spärlich vor. Nichts desto trotz verbreiten immer wieder "Experten" Statements über die Gefährlichkeit von Cannabis, obwohl auch sie aufgrund der rechtlichen Lage über kein fundierteres Wissen verfügen können. Viele der immer wieder gleichen in den Medien aktiven "Experten" sind im Umfeld der Suchtprävention und -Therapie tätig, und verfügen somit über einschlägige Erfahrung. Gleichzeitig entsteht daraus aber auch ein Interessenskonflikt: ohne das Bild einer hochgefährlichen Droge entfällt auch die Grundlage für den wirtschaftlichen Aspekt der eigenen Tätigkeit. Diese FAQ spiegelt die Erfahrung von Cannabis-Anwendern wieder, und geht auf die gängigsten Gerüchte über Cannabis ein, in der Hoffnung, etwas Licht ins Dunkel zu bringen. "Alle Drogen sind schlimm und gehören verboten" Abgesehen davon, dass selbst Kaffee und Tee zur Gruppe der Drogen zu zählen sind, handelt es sich bei Substanzen wie Alkohol, Cannabinoiden, Opioiden, Amphetaminen um völlig verschiedene Substanzen mit völlig unterschiedlichen Wirkungen, Suchtpotentialen, Gefahren etc. Es entbehrt jeder Logik, all diese Substanzen über einen Kamm scheren zu wollen, zumal die beiden schlimmsten, und dabei sogar legalen Drogen Alkohol und Nikotin alleine in Deutschland jährlich 140.000 (Einhundertvierzigtausend!) Todesopfer fordern. Alle illegalen Drogen zusammen verursachen jährlich ca. 1.500 Tote. Bei dieser Relation sollte sich für jeden mündigen Bürger die Frage stellen, ob der "War on Drugs" wirklich sachdienlich ist, oder ob er längst sein Ziel verfehlt hat. "Cannabis ist heute viel gefährlicher als früher, weil heutige Sorten auf einen extrem hohen Wirkstoffgehalt hochgezüchtet wurden" Durch optimale Anbaumethoden und geeignete Sorten ist heute ein höherer THC-Gehalt erreichbar als früher. Beim kursierenden Wert von 20% handelt es sich jedoch um ein utopisches Extrem. Realistisch sind 5-10%. Und natürlich: je höher der Wirkstoffgehalt, desto höher auch der Preis, zu dem das entsprechende Gras gehandelt wird. Die Medien vergleichen früheres und heutiges Cannabis gelegentlich mit Bier und Schnaps, doch dieser Vergleich hinkt: während Bier aufgrund der Flüssigkeitsmenge nur langsam aufgenommen werden kann, besitzt der Wirkstoffgehalt von Cannabis für die Intensität des Rausches aufgrund der geringen benötigten Menge praktisch keine Relevanz. Es ist völlig egal, ob einem Joint 100mg zehnprozentiges, oder 250mg vierprozentiges Cannabis beigemengt wird. "Cannabisrauch ist wesentlich schädlicher ist als Tabakrauch" Cannabisrauch soll der Meinung mancher "Experten" 5 mal schädlicher als Tabakrauch sein. Unterschlagen wird dabei, dass ein Konsument - Extremfälle mal außen vor - aber wesentlich mehr Zigaretten als Joints pro Tag rauchen. Organische Substanzen setzt bei ihrer Verbrennung schädliche Rauchgase frei - Cannabis ist da keine Ausnahme. Nicht berücksichtigt wird aber, dass Cannabis nicht zwingend als Joint konsumiert werden muss. Bei der oralen Aufnahme ("Haschkekse") oder der Inhalation mittels einem Vaporizer, bei dem keine Verbrennung stattfindet, entstehen keine schädigenden Rauchgase! "Cannabis macht süchtig" Alles, was das Belohnungszentrum unseres Gehirns aktiviert, kann eine Sucht erzeugen, darunter Leistungssport, Schokolade und Sex. Relevant für die Beurteilung einer Sucht ist die Intensität der Entzugserscheinungen beim Absetzen. Diese sind bei Cannabis - selbst bei starkem Konsum - in der Regel sehr milde ausgeprägt, und bei weitem nicht vergleichbar wie bei einem Nikotin- oder gar Alkoholentzug, und äußern sich ggf. in Unruhe und Schlafstörungen über wenige Tage hinweg. Man muss sich vor Augen führen, dass ein unkontrollierter bzw. unbehandelter Entzug bei harten Drogen wie Heroin durchaus tödlich verlaufen kann! "Die Statistik spricht eindeutige Zahlen bzgl. Cannabisabhängigen!" Gelegentlich hört man von "Cannabissüchtigen", die sich im Zuge eines Strafverfahrens "freiwillig" in Therapie begeben - vermeintlich, weil sie ihr "Suchtproblem" eingesehen hätten. Tatsächlich ist diese "freiwillige" Therapie regelmäßig eine Mittel, um vor Gericht das Strafmaß zu senken, und so z.B. eine Freiheitsstrafe in eine Geldstrafe umzuwandeln. Eine Therapie findet dabei nicht wirklich statt - doch die "Therapierten" tauchen als "Cannabissüchtige" in der Statistik auf, aus der wiederum eine angeblich reale Suchtgefahr abgeleitet wird. Natürlich gibt es auch Konsumenten, die unter einem wirklichen Suchtproblem leiden. Dieses beruht aber in den seltensten Fällen auf Cannabis allein, meist liegt ein Mischkonsum mit wesentlich übleren legalen wie illegalen BTM vor. Aber auch diese Fälle sind gutes Futter für die Statistik der "Cannabissüchtigen". "Cannabis ruft bei Jugendliche schwere Entwicklungsschäden hervor" Unbestritten dürfte sein, dass Jugendliche, die den Tag mit der Tüte beginnen und abends mit der Tüte beenden, und zwischendrin vor allem kiffen, in ihrer geistigen Entwicklung stark beeinträchtigt sind. Dies sollte nicht all zu sehr verwundern: wer über lange Zeit die Realität völlig ausblendet, wird keine reale Entwicklung durchleben. Dies gilt gleichermaßen für den massiven Missbrauch aller Drogen (darunter Alkohol), und ist keine spezielle, schädigende Wirkung von Cannabis/THC an sich. "Cannabiskonsumenten können an einer Überdosis sterben" Es ist nahezu unmöglich, an einer Überdosis THC zu versterben, da die dazu nötige Menge nicht konsumierbar ist. Indirekte Todesfälle sind allenfalls im Zusammenhang mit dem Vorliegen bestimmter Krankheiten denkbar (da Cannabis den Kreislauf belasten kann z.B. wenn der Konsument unter Herzproblemen leidet), wobei der eindeutige Nachweis des Zusammenhangs schwer zu erbringen ist. Die Zahl der Todesopfer bezogen auf die jeweilige Droge kann im jährlichen Drogen- und Suchtbericht des Bunderministeriums für Gesundheit nachgelesen werden. Es gibt tatsächlich keine "Cannabistoten". "Cannabiskonsumenten verblöden mit der Zeit" Tatsächlich ist das Kurzzeitgedächtnis unter THC-Einfluss beeinträchtigt. Eine Beeinträchtigung darüber hinaus ist je nach Stärke und Häufigkeit der Konsums denkbar. Leider entsprechen Studienergebnisse hierzu nicht selten dem Sollergebnis, mit dem die Studien beauftragt wurden, und so kommt es immer zu völlig verschiedenen Extrempositionen. Neutrale Studien gibt es kaum. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich irgendwo dazwischen. Bei gemäßigtem Konsum ist nach unserer Erfahrung keine gravierende Beeinträchtigung zu erwarten. "Cannabis kann Psychosen auslösen" Einige Experten behauten, Psychosen stünden in direkter Relation mit Cannabiskonsum. Hier müsste man, um eine seriöse Aussage machen zu können, zum einen Trennen, ob der Konsument bereits vor dem Konsum an einer latenten Psychose litt, und Cannabis eine bestehende Psychose nur zum Vorschein brachte, oder ob es wirklich die Ursache darstellt. Weiter wäre zu untersuchen, ob Menschen mit bestimmten psychischen Störungen einfach häufiger zu Betäubungsmitteln greifen. Alle Fälle würden das selbe statistische Endergebnis zur Folge haben, die Interpretationen wären jedoch völlig unterschiedlich. Leider sind gezielte, aussagefähige Studien aufgrund betäubungsmittelrechtlicher Auflagen nur sehr schwer durchführbar und extrem teuer. Solange selbst wissenschaftliche Forschung durch geltendes Gesetz verhindert wird, sind seriöse Aussagen hierzu kaum zu erbringen. "Cannabis wird doch längst rechtlich toleriert" Dies ist leider ein Irrglaube. Es existiert für Cannabis lediglich der Begriff der "geringen Menge", die von Bundesland zu Bundesland verschieden hoch ist, und im unteren Grammbereich liegt. Besitzt ein Konsument weniger als diese "geringe Menge", kann ein Verfahren gegen ihn durch die Staatsanwaltschaft eingestellt werden. Patienten benötigen jedoch i.d.R. größere Mengen als die "geringe Menge", weil sie zum einen krankheitsbedingt keine Möglichkeit haben, ständig einen Dealer aufzusuchen, geschweige denn mit solchen Personen überhaupt den Umgang pflegen wollen, und zum anderen, weil es durchaus sinnvoll ist, eine größere Menge Cannabis mit bekannten Eigenschaften vorrätig zu halten, so dass eine konstante Dosierbarkeit gewährleistet ist. Bereits der Anbau einer einzigen Cannabispflanze führt i.d.R. bereits zur Überschreitung der geringen Menge. Der Besitzt von mehr als 7,5g THC (ca. 75-200g Cannabis) gilt strafrechtlich als Verbrechen, und stellt den Patienten damit auf die gleiche Stufe mit Mördern, Vergewaltigern und Kinderschändern. "Cannabis ist eine gefährliche Einstiegsdroge" Der Unterschied der gesellschaftlichen Wahrnehmung von Drogen scheint auf dem rechtlichen Status der Substanzen zu beruhen: während Alkohol und Nikotin legalen Status genießen, und z.B. Alkoholkonsum zu bestimmten Anlässen zum guten Ton gehört, und als völlig normal und harmlos angesehen wird, wird Cannabis aufgrund seiner Illegalität mit Risiken und Gefahren assoziert. Wie irrational diese Wahrnehmung ist, belegen die 140.000 Todesopfer (Stand 2008) legaler Drogen pro Jahr! Und dabei ist nicht Cannabis, sondern sind Alkohol und Nikotin wahrhaft gefährliche Einstiegsdrogen, die im Gegensatz zu Cannabis stark suchterzeugende und toxische Eigenschaften aufweisen, jedoch wesentlich einfacher beschaffbar sind, und gerade von Jugendlichen exzessiv und vielfach unkontrolliert konsumiert werden. Leider hält sich die Theorie von der "Einstiegsdroge Cannabis" hartnäckig in den Köpfen verankert, und unterstellt, dass der Konsum von Cannabis zwangsläufig zum Konsum harter Drogen führen müsse. Angesichts der hohen Verbreitung von Cannabiskonsum in Deutschland müsste es in der Folge dieser Annahme viele Millionen Abhängige harter Drogen geben. Dies bestätigt von offizieller Seite übrigens auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)! "Cannabis macht impotent" Cannabis wurden seit Mitte des letzen Jahrhunderts diverse negative Eigenschaften angedichtet: einmal machte Cannabis lethargisch, ein anderes Mal aggressiv. Einst wollte man männliche „Cannabissüchtige am irren Blick und an den Spermaflecken auf der Hose erkennen“ können, dann wiederum gab Harry J. Anslinger, der Urheber der Cannabisprohibiton, Cannabis die Schuld daran, dass weiße Frauen von Schwarzen, Mexikanern und männlichen Vertretern anderen Minderheiten vergewaltigt würden. In der schier endlosen Reihe von Widersprüchen ist es nicht weiter verwunderlich, dass sich darunter auch die Aussage findet, Cannabis mache impotent. Doch auch diese gehört - wie die Behauptung, onanieren schädige das Rückenmark - zu den Ammenmärchen, die verängstigen statt aufklären sollen, und jeglicher sachlichen Grundlage entbehren. "Pflanzliches Cannabis ist für medizinische Zwecke nicht ausreichend genau dosierbar" Der THC-Gehalt von Cannabis-Blütenständen variiert je nach Sorte und Anbaubedingungen typischerweise zwischen 5 und 10%. Da die medizinisch wirksame Dosis sehr vom Patienten, der Art der Erkrankung und dem momentanen Gesundheitszustand abhängt, gibt es auch bei standardisierten THC-Präparaten keine Dosieranweisungen, auf die ein Arzt zurückgreifen könnte. Die Behandlung beginnt stets mit einer geringen Dosis, die schrittweise gesteigert wird, bis die gewünschte Wirkung erreicht ist. Die optimale Dosis ist auf diese Weise in der Regel innerhalb weniger Tage gefunden - unabhängig davon, ob der Wirkstoffgehalt zuvor bekannt war. M.E.
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