10
Mai
2012

Ergebnisse der Anhörung im Gesundheitsausschuss?


Die Ergebnisse im Gesundheitsausschuss:
Bundestag Archiv

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29
Mrz
2008

Michael und Gabi

Eintrag unter | Kommentare deaktiviert für Michael und Gabi

 

Michael hat seit 1986 diagnostizierte multiple Sklerose und braucht gegen Ataxie und Spastik Cannabis.

Gabi: "Ich bin seine Lebensgefährtin und assistiere ihm dabei, seine Angelegenheiten auf die Reihe zu kriegen “ auch in der langen Auseinandersetzung um seine Medikation mit Cannabis. Gabi ist SCM-Sprecherin und schreibt im Blog.

Michael war einer der 7 Patienten, die 1999 beim Bundesverfassungsgericht ihr Recht auf Cannabis-Medikation einklagen wollten. Dem folgte ein jahrelanger Marathon von Gerichtsverfahren, der zwar im Strafverfahren erfolgreich war: Michael wurde wegen Notstand freigesprochen und bekam sein Cannabis zurück alle anderen Versuche, nach den Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts, eine legale Verwendung von Cannabis als Medizin zu erreichen, schlugen bisher jedoch fehl. Michael hat zig mal bei unterschiedlichen Gerichten vorbeugenden Rechtsschutz beantragt, gegen seine Kasse auf Kostenerstattung von Dronabinol bis zum Bundesssozialgericht geklagt, gegen das Bundesintitut für Arzneimittel u. Medizinprodukte den Verwaltungsgrichtsweg beschritten und mehrmals dazwischen wieder einen Vorstoß beim Bundesverfassungsgricht gemacht.

WIR HABEN ES SATT!!!

Wir wollen uns nicht mehr von Formularfuchsern, Paragrafenreitern und menschenverachtenden Politikern ignorieren lassen.
Sie sollen endlich aufhören, Patienten zu kriminalisieren, die keinem Menschen irgendeinen Schaden zugefügt haben, sondern einzig und allein eine Heilpflanze verwenden, die ihnen hilft. Dem steht nichts im Weg außer der politische Wille.

 

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28
Feb
2008

SCM-Mitglieder

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Das Selbsthilfenetzwerk hat zur Zeit (08.2014) rund 150 Mitglieder. Einige erzählen hier ihre Geschichte und machen Angaben zu ihrer Person:

A. Axel Bechti Carsten
Claudia Günter D. ToolStoi
Irene L. Locke M.
Mark Markus Michael & Gabi
Ralf Ute Köhler
Thorsten Ute Köhler Uwe
Volker  Tilly

I`m a patient

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28
Feb
2008

Unsere regionalen Selbsthilfegruppen / Ansprechpersonen

Eintrag unter | 59 Kommentare »

MANNHEIM
Gabi


HAMBURG BIS SYLT

Axel


Krefeld,Mönchengladbach,Neus und Umgebung

Hanf Bechti
Bechti

Stefan
59457 Werl
Stefan
Tel. 02922 8660415
14-tägig auch regelmäßige Treffen

 

RUHRGEBIET / NRW
Carsten
Marc

Region Rheinland
Jan

Ostwestfalen/ Lippe
Kräuterfix

Region: Ebsdorfergrund, Marburg-Biedenkopf, Gießen
Thorsten

 

Raum Landshut / Treffen der Selbsthilfegruppe

Jeden ersten Montag im Monat, 19 Uhr
Diakonie
Maistraße 8
84034 Landshut

 

Sachsen u. Thüringen
uwe.ciecior@gmx.net

für Epilepsie-Patienten
Marc


Berlin

Claudia


Berlin

Alle 2 Monate gibt es Berlin ein Treffen für Betroffene und Interessierte zum Thema Cannabis als Medizin. Dabei können Informationen über Krankheitsbilder, Behandlungswege und Arztkontakte ausgetauscht werden.
Die Termine und Treffpunkt findet Ihr hier:
Cannabis als Medizin

 

 

 

 

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1
Jan
2007

Besuch bei Bedrocan – Bilder aus Holland

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Als erste Aktivität nach unserer Gründung haben am 16. Dezember 8 SCM-Mitglieder und 2 Begleitpersonen,
sowie der holländische Ms-Patient, der vor kurzem wegen Eigenanbau freigesprochen wurde, die Firma Bedrocan besucht. Bedrocan baut für das Büro für mediz. Cannabis beim holländ. Gesundheitsministerium den medizinischen Hanf an, den Patienten in holländischen Apotheken beziehen können.

Mich hatten an dem Besuch vor allem 2 Fragen interessiert. Was wir für den gemeinsamen Anbau, den wir als SCM planen, von diesem professionellen Projekt lernen können und ob vielleicht auf Unterstützung von Seiten Bedrocans hoffen können?
Und ob der Import von mediz. Cannabis, das von Bedrocan hergestellt wird, eine mögliche Alternative oder zusätzliche Option ist?

Schon im Vorfeld des Besuchs war ich sehr postiv davon überrascht, dass Kathrin Höner-Snoeken, eine Mitarbeiterin des Office of Medizinal Cannabis beim holländ. Gesundheitsministerium ebenfalls ihr Kommen angekündigt hat, um uns umfassend zu unterrichten. Würden Mitarbeiter/innen des deutschen Gesundheitsministeriums Patienten ebenso ernst nehmen, wären wir sicher schon ein gutes Stück weiter.

Der Empfang durch das 3-köpfige Bedrocan-Team und Kathrin Höner-Snoeken war sehr herzlich und außer uns mit selbstgebackenen Kuchen zu bewirten, haben sie sich alle Zeit genommen, die wir brauchten.

Über spezielle Informationen zum Anbau werden hoffentlich noch andere berichten. Mich hat da vor allem eins beeindruckt. Dass sie es schaffen, fast allein durch Hygiene die Pflanzen ungezieferfrei zu halten.
Überrascht hat mich, dass die Anlage bei weitem nicht ausgelastet ist.
Von stahlarmierten Backsteinwänden und Tresoren, wie das Bundesinstitut f- Arzneimittel und Medizinprodukten von Patienten fordert, war dort nichts zusehen. Trotzdem machte die fensterlose Anlage einen sicheren Eindruck und es gab bisher auch noch nie einen Einbruchsversuch.
Die Anbauer haben ihre Fachkompetenz als Gärtner, Landschaftsbauer, Journalist, die sich in die Materie reingekniet haben, erworben und werden von ihrer Auftragsgeberin, dem Büro f. mediz. Cannabis begleitet. Jedoch nicht so, dass ein Pharmazeut quasie sein Nachtlager zwischen den Cannabispflanzen
aufschlägt, wie es die Formulare des BfArM vermuten lassen.
Kathrin Höner-Snöken, die Pharmazeutin ist, kommt bei jeder Ernte (Ernte ist alle 2 Monate) vorbei und überprüft per Augenschein die geernteten Blüten auf Ungezieferfreiheit,sauber geschnittene Blüten ohne jegliche Stengel und das Gewicht.
Anschließend kommen Proben ins Labor um festzustellen, ob THC-und CBD-Gehalt den Forderungen entsprechen und werden bestrahlt um evtl. vorhandenen
Bakterien abzutöten.
Es werden auch andere Laborversuche gemacht, aber das hängt damit zusammen, das Bedrocan auch für Firmen produziert, die an der Entwicklung von Cannabis-Medikamenten arbeiten und neue Laborverfahren mitentwickelt,
um z.B. den CBD-Anteil zukünftig genauer bestimmen zu können. Also Dinge, die für uns ohne Belang sind.

Jede Pflanze ist durchnummeriert und ihr weiterer Werdegang wird dokumentiert. So ist problemlos garantiert, dass nachvollzogen werden kann, woran es liegt, wenn bestimmte Pflanzen vom Standard abweichen, als auch, dass nicht einfach was verschwindet.

Abfall und der Überschuß an Ernte, der dadurch entsteht, dass eine Reserve produziert werden muß, wird als Sondermüll in der Müllverbrennung entsorgt.
Einen Sack voll wunderschöner Blüten zu sehen, der demnächst diesen Weg antritt, war schon für alle ziemlich bitter.
Kathrin Höner hat uns mitgeteilt, dass das BfArM sich beim Office of medizinal Cannabis darüber informiert hat, wie die Versorgung der Patienten in Holland geregelt ist. Sie hat das BfArM auch davon unterrichtet, dass sie sich mit uns trifft, wenn wir Bedrocan besichtigen. Es gab jedoch keine Absichtserklärungen oder gar Verhandlungen von Seiten des BfArM in Richtung Versorgung der deutschen Patienten.
Bedrocan und das Cannabis-Büro wären aber an einer solchen Versorgung durchaus interessiert.
Eine Unterstützung des SCM beim Aufbau eines Zwecksbetriebs in Eigenregie z.B. in Form eines Praktikums eines Gärtners des SCM bei Bedrocan, können sie sich nicht vorstellen, da sie sehr viel reingesteckt haben ihr jetziges Knowhow zu entwickeln und selbst immer um ihre Weiterexistenz bangen müssen.
Die Erlaubnis, das Mediz. Cannabis anzubauen, bekommt Bedrocan vom Gesundheitsministerium z.Z. immer nur für 1 Jahr. Wenn sie kostendeckend arbeiten, ist eine Verlängerung von 5 Jahren in Aussicht gestellt.
Da zu Beginn des Anbaus davon ausgegangen wurde, dass die holländ. Krankenkassen die Kosten für das mediz. Cannabis übernehmen, wurde die Anlage in ihrer Größe ursprünglich darauf ausgelegt, eine große Zahl an Patienten zu versorgen.
Da in der Realität die Kostenübernahme aber die Ausnahme ist, können nur relativ wenige Patienten sich das Cannabis aus der Apotheke leisten und kaufen weiterhin lieber im Coffeeshop.
Da Bedrocan nur soviel herstellen darf, wie vom Gesundheitsministerium bestellt wird, also in den Apotheken oder für wissenschaftl. Projekte gebraucht wird, sind Bedrocan die Hände gebunden, durch Mehrproduktion die Preise zu senken.
Dazu bedarf es einer politischen Entscheidung der Holländischen Regierung die Produktion zu erhöhen und noch besser, die Kostenübernahme durch die Kassen zu regeln.
Die Macher von Bedrocan gehen davon aus, dass sie bei einer Vollauslastung ihrer Anlage ihr Cannabis für 3 € an die Patienten abgeben könnten.
Ein erster Schritt in diese Richtung, den Abgabepreis für Patienten zu senken, ist die Hanfapotheke, die es seit kurzem in Groningen gibt.
Im Gegensatz zu den 5-Gramm-Endverbraucherdosen, die in die anderen Apotheken gehen, bezieht die Hanfapotheke das Cannabis in größeren Einheiten und gibt das Cannabis für 6€ ab.
Eine weitere Hoffnung von Bedrocan ist, durch Bestellungen aus dem Ausland die Produktion erhöhen und die Preise senken zu können. Bisher werden allerdings nur Krebspatienten in Italien im Rahmen eines wissenschaftl. Projekts sowie seit neuestem eine finnische Apotheke mit dem Bedrocan-Cannabis versorgt. Die kanadische Regierung hat allerdings auch Interesse angemeldet,da das Cannabis, das dort in einem Bergwerk angebaut wird, wohl keinerlei Standards aufweist.
Das Büro für mediz. Cannabis hat bereits einen Vertriebspartner in Deutschland,  das BfArM müßte die Einfuhr "nur" zulassen.
Der Preis würde sich allerdings unter den gegebenen Bedingungen nicht unter den 6€ der holl. Hanfapotheke bewegen.
Für Patienten, die sich z.Z. auf dem Schwarzmarkt versorgen, wäre das sicher eine Alternative. Vor allem eine gesunde, angesichts dessen, dass manche tatsächlich das mit Quarzsand versetzte Hollandgras rauchen.
Für Patienten, die hohe Dosen brauchen, von einer Minirente oder ALG2-Bezug leben, ist das m.E. aber keine Perspektive, weil unbezahlbar.

Was weder die Holländer noch wir sagen konnten, ist, wieviele Patienten es überhaupt gibt, die Cannabis brauchen.
Ich finde das sehr bedauerlich. Ich denke, je mehr Patienten beim Bundesinstitut f. Arzneimittel und Medizinprodukte einen Antrag auf Ausnahmegenehmigung stellen, desto größer ist unsere Chance, dass sich endlich was ändert.
Auch wenn wir als SCM einen Antrag auf einen gemeinsamen Anbau stellen,
können wir nur für diejenigen kalkulieren und planen, die Mitglied im SCM sind und einen Antrag gestellt haben.

also, nur Mut !
Gabi

Ablauf Anbau bei Bedrocan
Hallo,

hiermit möchte ich einen kleinen Überblick über Art und Weise, wie Bedrocan Cannabis anbaut, geben. Es wird fast ausschliesslich mit Stecklingen gearbeitet, die ursprüngliche Selektion ist samenbasiert. Es handelt sich bei den Stecklingen um normale cuttings (Stecklinge), und nicht um in-vitro Stecklinge (gen.clone).Diese stecklinge werden auf 4×4 Steinwollblöcken angebaut. Der ganze Anbau findet auf Steinwolle statt. Grund dafür sind die extrem hohen Ansprüche an Keimfreiheit, die Erde nicht erfüllen kann, noch wichtiger ist aber die genauere Steuerung von pflanzenahrungspezifischen Faktoren (EC Wert, pH Wert etc.) auf Hydro (Steinwolle) , die bei Bedrocan ein "muss" ist, um ein standardisiertes Produkt m.auf Dauer gleichbleibendem Wirkstoffgehalt und Profil zu erhalten. Dies scheint auf Erde -zumindest langfristig- nicht realisierbar.
Die Räume sind nach Wachstumphasen unterteilt, also Wachstumsraum mit Müttern und Stecklingen (jeder Steckling erhält beim Setzen ein Steckettikett, welches die Pflanze bis zur Trocknung begleitet, zwecks Nachverfolgung und Verifizierung).
Es müssen recht besondere , besser gesagt aussergewöhnliche Sorten sein, schon im Wachstumsraum zeigten die Stecklinge im frühen Wachstumsstadium starke Vorblüte. Die Stecklingsblöcke werden übrigens nach dem Durchwurzeln in Töpfe mit Steinwollflocken getopft, die Bewässerung im Wachstumsraum lief per Schlauch,geführt per Hand.In einem weiterem, noch unbestücktem Raum, lag ein PE- Bewässrungsystem mit Kapillarschläuchen.
im Blütenraum blühen die Pflanzen dann in ca. 2 Monaten ab.
Bedrocan arbeitet mit 600Watt Lampen , die sehr hoch hingen, dicht an dicht. Geruchstechnisch ist eindeutig ein Geruch nach Haze/Sativa zu vernehmen.
Nach der Blüte werden die Pflanzen unten am Stamm gecuttet und kopfüber aufgehängt, die Trocknung findet unter sehr speziellen und sterilen Bedingungen statt. Luftfeuchte max. 30% bei permanenten 16 grad Celsius. Auf diese Art wird den Pflanzen in ca. 7 Tagen ausreichend Feuchtigkeit entzogen, um zur Maniküre überzugehen. Diese findet ausschlielich per hand statt, Hygiene ist Wichtigkeitsgaktor Nr.1, nix wird ohne Handschuhe angefasst , z.B mussten auch alle Besucher einen Einwegoverall und Plastikschuhüberzüge anziehen. Pestizide und Fungizide oder andere Gifte finden keinerlei Anwendung. Die Zuluft wird vollständig durch Hepa/Upa Filter geleitet, welche eine sterile Zuluft garantieren, frei von Keimen und Sporen.Im Falle eines Schädlingsbefalls wird das Material / die Pflanzen vernichtet.
Nach dem Maniküren werden die sehr sauber manikürten Blüten in Grosspackungen aus Aluminium gepackt, die Abfüllung in die apothekenüblichen 5g Döschen findet in einem anderem Betrieb statt.

Carsten

Bilder: 

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