Sachwalter der „Unannehmlichkeiten“

Sabine Bätzing, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, am 09.05 2008 auf abgeordnetenwatch.de

„Ich bin der Auffassung, dass jemand, der bewusst gegen geltendes Recht verstößt, sich dabei auch der mit seinem Handeln im Fall der Entdeckung verbundenen Unannehmlichkeiten (Führerscheinentzug, Geldstrafe, Freiheitsstrafe und ggf. Existenzzerstörung) bewusst sein sollte.“ 

Artikel 2 des Grundgesetzes verbürgt das Recht auf körperliche Unversehrtheit.

Wer als kranker Bundesbürger dieses Recht auf körperliche Unversehrtheit durch die gestellte medizinische Indikation für sich in Anspruch nimmt, indem er/sie ein wissenschaftlich unbestritten hochwirksames – aber gesetzlich gebanntes Naturheilmittel wie Cannabis zu Zwecken der Linderung von starken Schmerzen und Entzündungsformen bei Krankheiten wie Krebs, MS, HIV/AIDS, Hepatitis C ohne eine entsprechende Genehmigung zu besitzen anbaut, erntet, verarbeitet und konsumiert, muss im Sinne der von der Drogenbeauftragten Sabine Bätzing bloß auszugsweise und verharmlosend genannten „Unannehmlichkeiten“ – und über das bereits vorliegende Erschwernis der stressenden Krankheitsfolgen hinaus-  mit weiteren zutiefst einschneidenden Gesundheits- und Sozial-Kolateralschäden rechnen.

Nicht wenige Patienten – insbesondere beim ACM/SCM – erlebten und erduldeten nach jener Bätzing`schen Existenzzerstörungsphilosophie bereits einige solcher relativ schwerwiegenden „Unannehmlichkeits-Erfahrungen“:

  • Sozialgerichtsverfahren und/oder/auch
  • Verwaltungsgerichtsverfahren
  • Strafgerichtsverfahren
  • Hausdurchsuchungen
  • Wegnahme von Cannabismedikation
  • Inhaftnahme
  • Internierung ins Gefängniskrankenhaus
  • Verpflichtung auf Abstinenz
  • unerfüllbare Bewährungsauflagen
  • Arbeitsplatzverlust
  • Wohnungskündigung
  • Ächtung und soziale Destabilisierung durch behördlich erstellte Unzuverlässigkeitsprognosen
  • Körperverletzung durch Verweigerung lindernder Medikation
  • Tod infolge gesundheitspolitischer Untätigkeit, Unfähigkeit und Unwillen.

Ich bin der Auffassung, dass jemand, der/die als Drogenbeauftragte/r bewusst gegen den Artikel 2 des Grundgesetzes verstößt, sich im Fall der Entdeckung seines/ihres Handelns auch der damit verbundenen Unannehmlichkeiten (Misstrauen, Abwahl, Karriereknick und politische Bedeutungslosigkeit) bewusst werden sollte.

Axel Junker

Aufrufe: 22

Comments are closed.